Feste Shampoos pflegen so gut wie flüssige

27.05.2020
Shampoo gibt es längst nicht mehr nur aus der Flasche. Die Stiftung Warentest hat daher Haarseifen und feste Shampoos getestet. Fazit: Letztere können zumindest zum Teil mit Flüssigshampoos mithalten.
Shampoo gibt es längst nicht mehr nur aus der Flasche - feste Varianten können zum Teil mit flüssigen durchaus mithalten. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Shampoo gibt es längst nicht mehr nur aus der Flasche - feste Varianten können zum Teil mit flüssigen durchaus mithalten. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Feste Shampoos punkten in der Ökobilanz und dürfen beim Flug auch in großen Packungen ins Handgepäck. Beim Preis sind dagegen die flüssigen Produkte unschlagbar. Aber wie waschen sie im Vergleich?

Die Stiftung Warentest hat acht Flüssigshampoos mit vier Haarseifen und sechs Shampoostücken in einigen Aspekten wie der Pflege und der Anwendung verglichen - und kommt zu einem positiven Ergebnis. Alle flüssigen und sechs feste Produkte erhielten das Gesamturteil «gut».

Doch auch dreimal «befriedigend» und sogar einmal nur «ausreichend» vergaben die Tester an feste Shampoos und Haarseifen. Grund für die Note vier war ein allergener Duftstoff in einer Haarseife, der unter den Inhaltsstoffen hätte stehen müssen. Stattdessen wirbt das Produkt mit der Aussage «Frei von Duftstoffen», berichtet die Zeitschrift «test» (Ausgabe 6/2020).

Haarseifen pflegen weniger gut

Bei der Pflege haben die Tester sich angeschaut, wie gut sich die Haare nach dem Waschen kämmen lassen, ob sie glänzen, geschmeidig und voluminös sind. Hier schneiden flüssige wie feste Shampoos durchweg gut ab. Anders sieht das bei den Haarseifen aus.

Feste Shampoos und Haarseife ähneln sich zwar auf den ersten Blick, Letztere werden aber mit Lauge verseift. Deren hoher pH-Wert verändert das Waschergebnis: Die Haare können aufquellen oder Schaden nehmen, lassen sich schlecht kämmen, oder es bilden sich weißliche Rückstände. Gegen den letzten Punkt hilft nach dem Waschen eine extra Spülung, die Warentester raten hier zu Essigwasser.

Ökobilanz: Feste Shampoos vorne

Unabhängig von dem Test der einzelnen Produkte hat sich die Stiftung Warentest die Ökobilanz angeschaut, in die viele verschiedene Faktoren mit einfließen. Hier schlägt grundsätzlich das feste Shampoo das flüssige. Die Produktion verbraucht weniger Energie, die Shampoostücke kommen zudem ohne Konservierungsstoffe aus und werden oft mit weniger Duft- und Farbstoffen versetzt, erläutern die Tester.

Verpackt sind sie zudem meist in Papier oder recycelter Pappe, flüssige Mittel stecken in der Regel in Plastikflaschen. Ein weiterer Pluspunkt der stückigen Shampoos: Sie werden laut der Erfahrungen in den Haarwäschen für den Test eher weniger überdosiert, als das bei flüssigen Produkten der Fall sei.

Shampoo-Test


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
In vieles Duschgels und Cremes ist Mikroplastik enthalten. Verbrauchen sollten auch die Inhaltsstoffe und deren Konzentration im Produkt acht. Das Plastik lässt sich schwer rausfiltern und fließt ungehindert in die Meere und belastet sie. Foto: Caroline Seidel Duschgel und Creme ohne Mikroplastik Naturkosmetik ohne Aluminiumsalze werden inzwischen sehr gerne gekauft. Dennoch enthalten viele Kosmetika Mikroplastik. Worauf Verbraucher hier achten sollten.
Extrakte der Pflanze Aloe Vera sind in der Kosmetikbranche beliebt. Sie sollen die Schutzmechanismen der Haut stärken und ihren Feuchtigkeitshaushalt ausgleichen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Anteil von Aloe Vera in Kosmetika häufig sehr gering Cremes, Lotionen und Duschgels mit Aloe Vera stehen in jeder Drogerie. Der natürliche Inhaltsstoff soll unter anderem die Haut stärken. Doch Verbraucherschützer ermittelten nun in einem Warentest, dass häufig nur sehr wenig davon enthalten ist.
Viele Peelings kommen inzwischen ohne Mikroplastik aus. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn Ohne Mikroplastik heißt nicht plastikfrei Die Industrie kann sich in Sachen Umweltschutz selbst regulieren: Die Kosmetikbranche verzichtet auf Mikroplastik in Peelings. Die Zeitschrift «Öko-Test» hat trotzdem darin Kunststoffe gefunden.
Mit Apps wie ToxFox des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) lassen sich die Barcodes von Kosmetika im Handel scannen und zusätzliche Informationen beziehen. Foto: Robert Günther/dpa-tmn Kosmetika mit umweltverträglichen Inhaltsstoffen kaufen Über Cremes, Shampoos und Waschgels werden oft Schadstoffe über die Haut aufgenommen. Wer belastete Kosmetikprodukte meiden will, kann sich beim Einkauf jetzt von einer App des BUND helfen lassen. Auch verschiedene Siegel geben Orientierung.