Selbst reparieren statt Werkstatt - Was gibt es zu beachten?

Von Redaktion, 22.03.2022
Quelle: pixabay.com
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Reparaturen am Auto können teuer sein - vor allem dann, wenn es sich um große Schäden handelt. Angesichts der oft hohen Kosten, die mit einem Werkstattbesuch verbunden sind, stellen sich Fahrzeughalter häufig die Frage, ob sie das Auto in die Werkstatt bringen oder selbst Hand anlegen sollten.
Rein gesetzlich gesehen, ist es erlaubt, Reparaturen am Auto vorzunehmen. Dann trägt der Fahrzeughalter aber auch allein die Verantwortung, falls Komponenten am Fahrzeug falsch montiert oder ausgetauscht werden und es dadurch zu Schäden oder gar Unfällen kommt.

Was Fahrzeughalter selbst machen können
Ersatzteile, die online gekauft werden, sind in der Regel wesentlich günstiger als Komponenten, die in der Werkstatt verwendet werden. Zudem entfallen die Kosten für die Arbeitsleistung der Kfz-Mechaniker. Wer also selbst Hand am Auto anlegt, kann bis zur Hälfte der Kosten sparen, die in der Werkstatt anfallen würden.
Es gibt allerdings durchaus Reparaturen, die auch unbedarfte Fahrzeughalter selbst vornehmen können. Dazu gehört u. a. das Entfernen von oberflächlichen Kratzern, der Austausch des Luftfilters, der Wechsel von Scheibenwischern und die Reparatur defekter Glühlampen.
Leichte Kratzer lassen sich sehr einfach entfernen. Dazu genügt es, die entsprechende Stelle zu reinigen und gut zu trocknen. Mithilfe von Zahnpasta oder einer speziellen Politur lassen sich die Kratzer gut wegpolieren. Ein Mikrofasertuch entfernt nach der Behandlung die Überreste.
Der Austausch von Glühlampen gehört zu den Klassikern bei Reparaturen in Eigenarbeit. Bei defekten Scheinwerfern genügt es - wie auch bei Lampen im Haushalt -, die defekte Glühlampe gegen eine neue auszutauschen. Bei einigen Fahrzeugen muss dazu der Scheinwerfer abmontiert werden oder die Glühlampen sind so verbaut, dass spezielles Werkzeug notwendig ist. Um die Lebensdauer von Halogenlampen nicht zu beeinträchtigen, sollten Fahrzeughalter beim Wechsel die Glühlampen nur mit Handschuhen anfassen.
Auch der Wechsel des Luftfilters gehört zu den Arbeiten, die Fahrzeughalter selbst vornehmen können, da weder tiefgreifende Kenntnisse noch Spezialwerkzeug notwendig sind. Die Vorgehensweise ist ebenso einfach wie der Wechsel der Scheibenwischerblätter.

Darauf sollten Fahrzeughalter achten
Reparaturen am Auto sollten gründlich vorbereitet werden. Sinnvoll ist die Arbeit in einer Garage. Fahrzeughalter, die keine eigene Garage haben, können eine Selbsthilfewerkstatt mieten. Hier bekommen Fahrzeughalter gleichzeitig Hilfe von Fachleuten. Ebenfalls wichtig ist die richtige Arbeitskleidung wie Handschuhe und eine strapazierfähige Hose.
Die Ersatzteile bekommen Fahrzeughalter im Internet oder im Fachhandel. Sinnvoll ist es, sich vor Beginn der Reparaturarbeiten über das benötigte Werkzeug und die notwendigen Ersatzteile in der benötigten Anzahl zu informieren. So vermeiden Schrauber einen Abbruch der Reparaturarbeiten. Unabhängig davon benötigen Fahrzeughalter Werkzeuge wie Kerzenschlüssel, verschiedene Schraubendreher, Inbus-, Maul- und Ringschlüssel in unterschiedlichen Größen, Kombi- und Wasserpumpenzangen, Spannungsprüfer, Drahtbürsten und Prüflampen. Wer Spezialwerkzeuge benötigt, kann sich diese auch ausleihen. Meist bietet der Fachhandel, Werkstätten oder Tankstellen die Möglichkeit, solche Werkzeuge zu mieten.
Fahrzeughalter sparen viel Geld, wenn sie das Fahrzeug selbst reparieren. Um unschöne Überraschungen zu vermeiden, sollten jedoch Arbeiten, die für die Fahrsicherheit relevant sind, nicht von Laien vorgenommen werden. Sie gehören in die Hände von Fachleuten. Kommt es nämlich zu Unfällen oder Folgeschäden infolge fehlerhafter Komponenten oder falsch montierter Ersatzteile, zahlt die Versicherung nicht.


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