Steuern sparen? Wann sich das Ja-Wort auszahlt

19.05.2021
Ehepaare haben die Wahl: Sie können das Ehegattensplitting in Anspruch nehmen oder sich einzeln veranlagen lassen. Doch was zahlt sich wirklich aus?
Paare können sich entweder gemeinsam oder getrennt veranlagen lassen. Sie sollten prüfen, welche Variante die günstigste ist. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Paare können sich entweder gemeinsam oder getrennt veranlagen lassen. Sie sollten prüfen, welche Variante die günstigste ist. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Ehepaare können sich entscheiden: Entweder lassen sie sich steuerlich zusammen veranlagen oder getrennt. Darauf macht die Bundessteuerberaterkammer in Berlin aufmerksam. Welche Variante sich auszahlt, muss immer im Einzelfall entschieden werden.

Bei der Zusammenveranlagung beziehungsweise dem Ehegattensplitting behandelt der Fiskus das Ehepaar gemeinsam als steuerpflichtige Person. Die Summe beider Einkommen wird zunächst durch zwei geteilt, um die Steuer für die Hälfte des Einkommens zu ermitteln. Anschließend verdoppelt die Finanzverwaltung diesen Betrag, um die fälligen Steuern festzulegen.

Bei der Einzelveranlagung unterliegen die Partner dem normalen Grundtarif. Das kann günstiger sein, wenn ein Ehepartner Verluste, hohe außergewöhnliche Belastungen, wie zum Beispiel Krankheitskosten, oder hohe Lohnersatzleistungen bezogen hat.

Um Ehepaaren oder Lebenspartnerschaften die Wahl zu erleichtern, stellt das Bundesfinanzministerium jährlich aktualisierte Tabellen zur Steuerklassenwahlkombination zur Verfügung. Die Tabellen ermöglichen ein Ablesen der Steuerklassenkombination, welche beim derzeitigen Einkommen die geringste Lohnsteuer entstehen lässt.

© dpa-infocom, dpa:210517-99-635437/2

Merkblatt zur Steuerklassenwahl


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Eine Hochzeitsversicherung sichert nicht alle Risiken ab. Wer «kalte Füße» bekommt, muss selbst zahlen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Schutz mit Lücken: Versicherung gegen Absage der Hochzeit Eine Hochzeit mit allem Drum und Dran ist teuer. Mehrere tausend Euro kann so ein Fest kosten. Eine Absage wäre fatal. Doch Paare können sich mit einer Rücktrittsversicherung schützen. Was bringt die?
Das Ehegattensplitting wird angewandt, wenn sich ein Paar für eine gemeinsame steuerliche Veranlagung entscheidet. Foto: Jan Woitas Was für Paare bei der Steuererklärung gilt Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften sind vom Gesetzgeber besonders geschützt. Das macht sich vor allem bei den Steuern bemerkbar. Frisch Vermählte müssen sich daher überlegen, ob sie eine gemeinsame oder eine einzelne Veranlagung wollen.
Die Heirat bis zum 31.12. kann sich lohnen - zumindest aus steuerlicher Sicht. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Ehegattensplitting gilt für das ganze Jahr
Nach einem Urteil aus Mainz können Hartz-IV-Bezieher, die heiraten, nicht auf eine Sonderzahlung des Jobcenters hoffen. Foto: Sebastian Kahnert Jobcenter muss nicht für Hochzeitsfeier zahlen Ringe, Kleidung und Festessen - bei einer Hochzeit entstehen in der Regel Kosten. Viele Hartz-IV-Bezieher können sich solche Ausgaben kaum leisten. Steht ihnen daher mehr Geld vom Jobcenter zu?