Wie sich Autofahrer auf Starkregen vorbereiten können

03.08.2018
Auf extreme Hitze folgen mancherorts starke Unwetter. Darauf sollten sich auch Autofahrer einstellen. Denn bei Starkregen kann selbst eine Tiefgarage zur gefährlichen Falle werden. Wie reagiert man richtig?
Weltuntergangsstimmung: Bei starkem Regen sollten Autofahrer Unterführungen meiden und auf stark überschwemmten Straßen lieber stehenbleiben. Foto: Peter Steffen/
Weltuntergangsstimmung: Bei starkem Regen sollten Autofahrer Unterführungen meiden und auf stark überschwemmten Straßen lieber stehenbleiben. Foto: Peter Steffen/

Stuttgart (dpa/tmn) - Hitze und Starkregen folgen im Sommer oft rasch aufeinander. Autofahrer sollten sich für den Fall, dass es extreme Niederschläge gibt, gut vorbereiten. So sollten sie etwa bei Starkregen Unterführungen meiden, die schnell volllaufen, warnt die Sachverständigenorganisation Dekra.

Auch wenn das Wasser in einer Unterführung nicht ganz so hoch steigt, droht Gefahr: Steht es höher als etwa die halbe Höhe der Felgen, kann der Motor Wasser ansaugen und dadurch kaputtgehen. Dies ist auch ein Grund, auf überschwemmten Straßen nicht weiterzufahren. Außerdem könnten Autofahrer die Orientierung verlieren, wenn wegen stehenden Wassers der weitere Fahrbahnverlauf nicht mehr abzuschätzen ist.

Auch Tiefgaragen sind bei Starkregen gefährlich, sie können laut Dekra sogar zur «Todesfalle» werden. Denn hier drücken Wassermassen möglicherweise nicht nur von oben, sondern auch aus dem Untergrund der Abwasserkanäle - die Garage könnte binnen weniger Minuten überflutet sein. Niemand sollte deshalb einen Versuch unternehmen, sein Auto noch aus einer Garage retten zu wollen. Wer in der Garage vom Wasser überrascht wird, flüchtet besser zu Fuß. Und wer im Auto sitzt, sollte schnell raus - denn steigt das Wasser erst über die Türschweller, lassen sich die Türen immer schwerer öffnen.

Unterwegs plötzlich einsetzender heftiger Regen kann die Sicht auf wenige Meter reduzieren. Dann sollten Autofahrer zwar das Tempo reduzieren, hektisches Lenken oder Bremsen aber vermeiden. Richtig ist es, möglichst gleichmäßig mit eingeschaltetem Abblendlicht weiterzufahren. Kommen die Wischer nicht mehr gegen die Wassermassen an und fehlt die Sicht komplett, bleibt allerdings nur eine Lösung: den Warnblinker anschalten und rechts ranfahren.

Auf Autobahnen staut es sich dann oft automatisch vor und hinter dem eigenen Fahrzeug. Bei weniger befahrenen Abschnitten und vor allem, wenn der rückwärtige Verkehr nicht einsehbar ist, heißt es dann: Nur auf dem Standstreifen mit eingeschaltetem Warnblinker halten und sich möglichst schnell hinter der Leitplanke in Sicherheit bringen.

Generell raten die Dekra-Experten allerdings, bei extremen Wetter besser im Auto zu bleiben. Dort können die Insassen Regen, Sturm, Hagel und Blitzschlag besser trotzen. Standorte neben Bäumen oder Häusern sollten Autofahrer wegen möglicherweise abknickender Äste oder herunterfallender Dachziegeln aber meiden. Bei Starkregen sind höher gelegene Plätze besser, weil sie vor Überflutung sicherer sind.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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