Wie Autofahrer dem Herbstwetter trotzen

17.10.2019
Der Herbst zeigt sich nicht immer von seiner goldenen Seite - erst recht nicht für Autofahrer. Sie müssen sich auf längere Fahrzeiten und heikle Straßenverhältnisse einstellen.
Laub auf der Straße, blendender Gegenverkehr: Im Herbst sind Autofahrer teils mit schwierigen Verhältnissen konfrontiert. F. Foto: dpa-tmn
Laub auf der Straße, blendender Gegenverkehr: Im Herbst sind Autofahrer teils mit schwierigen Verhältnissen konfrontiert. F. Foto: dpa-tmn

Stuttgart (dpa/tmn) - Nebel, Sturm, Regen oder Schnee: Das Herbstwetter kann Autofahrer beeinträchtigen. Die Prüforganisation Dekra rät dazu, die Windschutzscheibe immer sauber zu halten, auch von innen. Schmutz kann bei tief stehender Sonne oder Gegenverkehr gefährliche Blendeffekte verursachen.

Generell wichtig: Bei Bedarf Tempo drosseln, den Abstand anpassen und sich stets für gefährliche Situationen sensibilisieren, die etwa durch schlechte Sicht, Seitenwind und eine rutschige Fahrbahn drohen. Und im Zweifel morgens früher losfahren.

Nässe verlängert den Bremsweg

Auf trockener Straße kommt ein Auto bei Tempo 80 nach etwa 31 Metern zum Stehen. Auf nasser Fahrbahn kann das je nach Reifenprofil erst nach 50 Metern oder sogar noch später der Fall sein. Bei zu geringer Sichtweite kann es daher manchmal besser sein, die Fahrt zu unterbrechen und zu warten, bis ein starker Regen nachgelassen hat.

Eine Decke, warme Getränke und Snacks wie Kekse können dienlich sein, wenn es mal länger als geplant dauert.

Außerdem kann der Herbst ganz schön stürmisch sein.

Besonders gefährlich ist das für Autofahrer. Erfasst plötzlich eine Böe das Auto, heißt es: nicht erschrecken und wild am Lenkrad drehen.

Stattdessen halten Fahrer das Lenkrad gut mit beiden Händen fest, nehmen den Fuß vom Gas und versuchen, sachte und kontrolliert gegenzulenken. Ansonsten kann das Fahrzeuge ausbrechen, schleudern und zum Beispiel in den Gegenverkehr geraten, warnen auch die Versicherer im Raum der Kirchen (VRK).

Besonders bei windigem Wetter Tempo rausnehmen

Wie stark ein Fahrzeug im Einzelfall abgelenkt wird, hängt stark von der gefahrenen Geschwindigkeit ab, erläutern Dekra-Unfallforscher. Daher gilt es, besonders bei windiger Wetterlage das Tempo zu reduzieren und auf Windsäcke und Seitenwind-Warnschilder am Straßenrand zu achten. Bei windiger Wetterlage im Zweifel lieber aufs Überholen verzichten und auf Verkehrsdurchsagen achten.

Besonders anfällig: Fahrzeuge mit einer großen Angriffsfläche wie etwa Wohnmobile und Caravan-Gespanne. Aber schon mit einer Dachbox reagieren Autos empfindlicher.

Wo ist das Risiko für Seitenwind am größten?

Mit plötzlichen Windstößen müssen Autofahrer vor allem auf Autobahnbrücken, Waldschneisen und Tunnelausfahrten rechnen. Auch nach dem Überholen von großen Fahrzeugen wie Bussen oder Lastwagen stellen sich Autofahrer besser auf Seitenwind ein.

Straßen können bereits glatt sein

Gerade nach kalten Herbstnächten rechnen Autofahrer morgens besser schon mit Reifglätte auf den Straßen. Doch auch wenn beim Losfahren noch nichts auf der Fahrbahn zu entdecken ist, sollte man vorsichtig fahren, warnt die Prüforganisation Dekra.

Reifglätte sei tückisch: Oft seien nur einzelne Abschnitte der Straßen oder speziell auch Brücken, Waldgebiete und Nebelrandgebiete betroffen. Denn diese kühlen sich aufgrund der Lage schneller in der Nacht ab.

Erste Eisschichten auf nachts draußen parkenden Autos können morgens Hinweise auf Reifglätte sein. Dann sollte man besonders vorsichtig fahren. Zur Reifbildung kommt es, wenn die Temperatur der Straßenoberfläche unter Null Grad sinkt und die daran kondensierende Luftfeuchtigkeit gefriert.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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