Tipps zum Gebrauchtwagenkauf

07.05.2020
Beim Gebrauchtwagenkauf präsentieren sich Blender zwar hochglanzpoliert, wollen so aber nur von verstecken Mängeln ablenken. Nicht einfach zu durchschauen, aber Sie können auf Spurensuche gehen.
Augen auf beim Gebrauchtwagenkauf: Um Mängel bei Wagen aus zweiter Hand zu entdecken, ist oft etwas Detektivarbeit nötig. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Augen auf beim Gebrauchtwagenkauf: Um Mängel bei Wagen aus zweiter Hand zu entdecken, ist oft etwas Detektivarbeit nötig. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Stuttgart (dpa/tmn) - Tolles Aussehen - toller Gebrauchtwagen? Diese Formel geht leider nicht immer auf. Etwas Detektivarbeit kann aber helfen, Blender zu entlarven.

Interessenten sollten laut Dekra Serviceheft und Werkstattrechnungen ganz penibel unter die Lupe nehmen, um möglichst viel über die Vorgeschichte des Wunschkandidaten herauszufinden.

So lässt sich prüfen, ob wichtige Wartungsarbeiten wie etwa der Wechsel des Zahnriemens gemacht wurden oder ob die Anzeige des Kilometerstands plausibel erscheint. Je mehr Vorbesitzer, desto mehr Vorsicht sei geboten. Am besten kommt eine Person mit Fachwissen zur Besichtigung mit, oder man lässt einen Gebrauchtwagencheck machen.

Mängel etwa bei modernen Sicherheits- und Komfortsystemen lassen sich ohne speziellen Systemcheck oft nicht feststellen. Teure Reparaturen könnten folgen.

Während beim Privatkauf in der Regel jegliche Garantie ausgeschlossen ist, haben Käufer beim gewerblichen Händler einen Anspruch auf gesetzliche Gewährleistungsfrist von mindestens einem Jahr. Vorsicht beim Vertrag: Trickser könnten versuchen, fälschlicherweise einen Privatkauf unterzujubeln. Daher auch hier genau hinschauen, raten die Dekra-Experten.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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