Ohne Sonnenbrille wird man schneller müde

04.07.2019
Wer mit dem Auto bei schönstem Sonnenschein ohne Sonnenbrille unterwegs ist, kneift oft unmerklich die Augen zusammen. Das man so schlechter die Straße sieht, ist nicht das einzige Problem.
Bei schönem Wetter sind Autofahrer lieber mit einer Sonnenbrille unterwegs. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Bei schönem Wetter sind Autofahrer lieber mit einer Sonnenbrille unterwegs. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Köln (dpa/tmn) - Sonnenschein kann Autofahrer nicht nur blenden sondern auch schneller ermüden lassen, wenn sie ohne Sonnenbrille unterwegs sind. Denn sie kneifen die Augen zusammen, um besser sehen zu können - dieser Reflex belastet den Körper.

«Wenn ich im Sommer ohne Sonnenbrille hinter dem Steuer sitze, bin ich nach 45 Minuten so kaputt wie normalerweise nach drei Stunden», erklärt Thorsten Rechtien vom Tüv Rheinland.

Eine Sonnenbrille aufzusetzen, entspannt die Gesichtszüge in der hellen Umgebung merklich. Und reduziert die Blendgefahr. Wenn die Sonne tief steht, sollten Autofahrer zusätzlich die Sonnenblenden im Fahrzeug herunterklappen, raten die Experten. Und: Vor der Einfahrt in Tunnel oder Tiefgaragen die Sonnenbrille absetzen. Denn sie verstärkt den ohnehin starken Kontrast und macht es den Augen schwerer, sich auf die neuen Lichtverhältnisse einzustellen.

Sonnenbrillen sollten einen UV-Filter und bei autofahrenden Brillenträgern die entsprechende Sehstärke haben. Zu dunkel dürfen die Gläser nicht sein. Darauf weist das Kuratorium Gutes Sehen (KGS) hin. Es gibt fünf Blendschutzkategorien.

Die «2» sei hierzulande für Autofahrer die beste Wahl, für die «3» gilt das nur eingeschränkt. So eine Brille darf man nicht mehr tragen, wenn es dunkel wird. Wer aber etwa am Mittelmeer mit einem Mietwagen unterwegs ist, dem rät das KGS zu einer Sonnenbrille der dritten Blendschutzkategorie.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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