Schüchterne Schüler sollten besser vorne sitzen

25.06.2020
Schön in der letzten Reihe verstecken: Schüchterne Kinder wollen nicht auffallen. In der Schule haben sie es ganz vorne aber oft besser.
Wer in der letzten Reihe sitzt und etwas sagt, muss damit rechnen, dass sich alle zu ihm umdrehen. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn
Wer in der letzten Reihe sitzt und etwas sagt, muss damit rechnen, dass sich alle zu ihm umdrehen. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn

Hamburg (dpa/tmn) - Manche Kinder sind abenteuerlustig und immer vorne mit dabei - andere eher in sich gekehrt. Schüchterne Kinder neigen in großen Gruppen dazu, sich zu verkrümeln.

In der Schule setzen sie sich deshalb gerne in die letzte Reihe. Das kann aber kontraproduktiv sein, heißt es in der Zeitschrift «Eltern family» (Ausgabe Juli 2020).

Wer in der letzten Reihe sitzt und dann doch mal etwas sagen möchte, muss damit rechnen, dass sich alle zu ihm umdrehen. Das Meer an neugierigen Gesichtern kann ein zurückhaltendes Kind aber noch mehr einschüchtern.

Eltern sollten ihr Kind deshalb dazu ermutigen, sich besser nach vorne zu setzen. Wenn es sich dort meldet, spricht es automatisch nur mit dem Lehrer - ohne zu viele Zuschauer.

© dpa-infocom, dpa:200625-99-560533/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Vermeintliche Schwächen bei Kindern sind oft nur eine Frage der Perspektive. Eltern sollten ihre Kinder nehmen wie sie sind und ihr Selbstvertrauen stärken. Foto: Patrick Seeger Schwächen bei Kindern können auch Stärken sein Viele Eltern tendieren dazu, das eigene Kind mit anderen zu vergleichen. Auch wenn dieses Verhalten verständlich ist, sollten Eltern davon Abstand nehmen. Solange vermeintliche Schwächen das Kind nicht belasten und anderen nicht schaden, gibt es keinen Grund zu handeln.
Fast zwei Prozent der Schülerinnen und Schüler in Deutschland haben nach einer Studie eine diagnostizierte Depression. Foto: Peter Steffen/dpa Wie sich Depressionen bei Kindern äußern Schon Schulkinder können unter Depressionen leiden. Laut einer DAK-Studie wurde die Erkrankung bei fast zwei Prozent der Schüler diagnostiziert. Bei Kindern ist sie jedoch oft schwer zu erkennen.
Der Mittelpunkt der Party: Extravertierte fühlen sich da wohl, wo viele andere Menschen sind. Foto: Frank Rumpenhorst Das ist dran am Klischee der Intro- und Extravertierten Introvertierte bleiben gerne zu Hause, Extravertierte suchen die nächste Party. Überzeichnete Klischees? Ja, aber mit einem wahren Kern. In Job und Privatleben gilt deshalb: Ändern und verstellen muss sich niemand - aber kennen schon.
Sind Kinder um die zwei Jahre alt, spielen sie oft noch lieber für sich. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn Allein spielendes Kind ist kein Grund zur Sorge Spielen Zweijährige gerne für sich, muss das nichts Schlimmes sein. Die kooperative Phase kommt. Manchmal kann es aber an den Eltern liegen, wenn Kinder nicht gerne auf andere zugehen.