«Selbst gemachtes» Speiseeis muss nicht selbst gemacht sein

04.07.2019
Selbst gemachtes Eis schmeckt am besten - zartschmelzend, nicht zu süß und nur mit natürlichen Zutaten. Doch wie ist das in der Eisdiele um die Ecke? Wer auf Qualität Wert legt, muss leider nachfragen.
Wirbt eine Eisdiele mit Eis «aus eigener Herstellung», erwarten Verbraucher Frische und originären Geschmack - doch die Qualität kann sehr unterschiedlich sein. Foto: Christin Klose
Wirbt eine Eisdiele mit Eis «aus eigener Herstellung», erwarten Verbraucher Frische und originären Geschmack - doch die Qualität kann sehr unterschiedlich sein. Foto: Christin Klose

Düsseldorf (dpa/tmn) - Lockt eine Eisdiele mit Eis «aus eigener Herstellung», schlecken viele Verbraucher die Kugeln mit besonders gutem Gewissen. Denn sie erwarten frische Zutaten und wenige Zusätze wie künstliche Aromen oder Stabilisatoren.

Doch «selbst gemacht» muss nicht heißen, dass das Eis tatsächlich frisch aus Zutaten wie Milch, Sahne, Zucker, Früchten und Gewürzen vom Anbieter hergestellt wurde. Rechtlich definiert sind solche Begriffe nämlich nicht, wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erklärt.

«Selbst gemacht» könnte auch heißen, dass nur fertiges Pulver angerührt oder eine angelieferte Grundeismasse mit Früchten oder Schokolade aufgepeppt wurde, so die Verbraucherschützer. Was können Leckermäuler tun? Weil nicht zu erkennen ist, ob das Eis frisch im Betrieb oder woanders hergestellt wurde, bleibt nur: nachfragen.

Verbraucherzentrale NRW zu Speiseeis-Qualität


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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