Vor Reisen in Mittelmeerländer an Hepatitis-Impfung denken

10.06.2016
Das Hepatitis-A-Virus ist in den Mittelmeer-Ländern stark verbreitet. Übertragen wird es meist durch verunreinigtes Essen und Trinken. Die Deutsche Leberstiftung rät Urlaubern, die dorthin reisen, zu einer Impfung.
Mittelmeer-Urlauber sollten sich gegen Hepatitis-A impfen lassen. Eine Erkrankung kann im schlimmsten Fall zu Leberversagen führen. Foto: Ralf Hirschberger
Mittelmeer-Urlauber sollten sich gegen Hepatitis-A impfen lassen. Eine Erkrankung kann im schlimmsten Fall zu Leberversagen führen. Foto: Ralf Hirschberger

Hannover (dpa/tmn) - Wer Urlaub in der Mittelmeerregion macht, lässt sich vor der Abreise am besten gegen Hepatitis A impfen. Dieses Virus ist im Mittelmeerraum - wie in den Tropen - weit verbreitet, erklärt die Deutsche Leberstiftung.

Eine Hepatitis-A-Infektion zähle daher zu den typischen Reisekrankheiten. Das Virus wird zum Beispiel beim Verzehr von zu wenig gegartem Gemüse oder durch das Trinken von verunreinigtem Wasser übertragen.

Urlauber glaubten oft, durch den Aufenthalt in einer abgeschlossenen Hotelanlage vor einer Infektion geschützt zu sein - doch das sei nicht der Fall. Hepatitis A heilt bei gesunden Menschen von selbst aus, kann aber bei älteren und bereits kranken Personen zu Leberversagen führen, warnt die Stiftung.

Urlauber können sich mit einer Kombiimpfung sowohl gegen Hepatitis A als auch Hepatitis B schützen. Anders als Hepatitis A wird Hepatitis B durch Körpersekrete wie Blut, Sperma und Speichel übertragen. Eine Infektion kann gefährlich für die Leber werden. Die Kombiimpfung schützt der Stiftung zufolge mehrere Jahre gegen eine Infektion mit den Viren. Dabei werden die ersten beiden Spritzen im Abstand von einem Monat gegeben, eine dritte Spritze nach weiteren sechs Monaten.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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