Taba am Roten Meer ist bald wieder ein Pauschalreiseziel

18.07.2019
Der Terroranschlag in Taba vor fünf Jahren hält viele Urlauber bis heute davon ab, den Ort auf der Sinai-Halbinsel zu besuchen. Inzwischen gibt das Auswärtige Amt jedoch Entwarnung. Nun kündigen Veranstalter auch wieder Pauschalreisen dorthin an.
Bald wieder Ziel für deutsche Pauschalurlauber: Das «Mosaique Beach Resort» gehört zu den Hotels in Taba auf der Sinai-Halbinsel, die FTI nun wieder ins Programm nehmen wird. Foto: Fabrice Rambert/OrascomHotels/FTI/dpa-tmn
Bald wieder Ziel für deutsche Pauschalurlauber: Das «Mosaique Beach Resort» gehört zu den Hotels in Taba auf der Sinai-Halbinsel, die FTI nun wieder ins Programm nehmen wird. Foto: Fabrice Rambert/OrascomHotels/FTI/dpa-tmn

Taba (dpa/tmn) - Nach der Aufhebung der Reisewarnung für Taba auf der Sinai-Halbinsel in Ägypten möchte ein erster deutscher Veranstalter wieder Pauschalreisen in den Badeort anbieten. FTI will noch im Juli Hotels in der Region am Roten Meer buchbar machen, wie der Veranstalter mitteilte.

Die Anreise erfolge zunächst mit einem Transfer über Sharm el Scheich, das weiter südlich auf dem Sinai liegt. Zuvor hatte das Branchenportal «Reisevor9» darüber berichtet.

Nach einem Terroranschlag in Taba im Jahr 2014 hatte das Auswärtige Amt (AA) eine Reisewarnung für die Sinai-Region ausgesprochen. Während die Warnung für andere Küstenabschnitte der Halbinsel bald aufgehoben wurde, blieb sie für Taba mehr als fünf Jahre bestehen.

Seit Ende Juni heißt es nun in den Reise- und Sicherheitshinweisen des AA für Ägypten: «Vor Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel, das ägyptisch-israelische Grenzgebiet (mit Ausnahme von Taba) und entlegene Gebiete der Sahara wird gewarnt.» Von unbegleiteten, individuellen Ausflügen und Überlandfahrten im Süden der Sinai-Halbinsel rät das Auswärtige Amt weiterhin ab.

Direktflüge von Deutschland nach Taba dürfte es erst in der Sommersaison 2020 geben, erklärt FTI-Geschäftsführer Dietmar Gunz. Der Reiseveranstalter aus München ist in Ägypten besonders aktiv. Zunächst sollen 4 Hotels in Taba buchbar sein, in der Wintersaison dann 6 und schließlich rund 20. Der Badeort nahe der Grenze zu Israel wird derzeit vor allem von Touristen aus anderen Ländern besucht.

Bericht von "Reisevor9"

Reise- und Sicherheitshinweise für Ägypten


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Sonne, Meer und Strand: Die Ferienresorts in El-Guna bieten eine beliebte Mischung für Pauschalurlauber. 18 Hotels hat der künstliche Ort. Foto: Orascom Hotel Management/dpa-tmn Lagunenstadt El-Guna am Roten Meer Nach Krisenjahren fliegen Urlauber wieder verstärkt nach Ägypten. Besonders beliebt ist die Retortenstadt El-Guna, in die ein deutschlandfreundlicher Milliardär sogar die TU Berlin lockte. Ein Filmfestival soll dem Resort internationale Bekanntheit bringen.
Wieder ein «Trendziel»: Ägypten - auf dem Bild Hurghada - erlebt derzeit wieder einen touristischen Aufschwung. Foto: Benno Schwinghammer/dpa-tmn Ägypten will Reisende von sich überzeugen Seit dem Arabischen Frühling geht es für Ägypten auf und ab. Als es touristisch gerade wieder nach oben ging, brachte mutmaßlich die Terrormiliz IS mit einer Bombe eine russische Passagiermaschine zum Absturz. Jetzt macht das Land die Sicherheit beim Fliegen zum Thema.
Die diplomatische Krise zwischen Deutschland und der Türkei erreicht eine neue Eskalationsstufe. Deswegen verschärft das Auswärtige Amt seine Reisehinweise. Foto: Jens Kalaene/dpa Türkei-Reisehinweis verschärft: Stornogebühren gelten weiter Der diplomatische Konflikt zwischen Deutschland und der Türkei spitzt sich zu. Jetzt hat das Auswärtige Amt seine Reisehinweise verschärft. Vor allem Pauschalurlauber sollten wissen, was das bedeutet.
Könnte von deutschen Reiseveranstaltern bald wieder angeflogen werden: der ägyptische Badeort Scharm el Scheich. Foto: Namir Galal/Almasry Alyoum/EPA Gepäckregeln aufgehoben: Wieder Flüge nach zum Sinai? Nach Bombenanschlag: Einschränkungen für Gepäck, das im ägyptischen Scharm el Scheich aufgegeben wurde, sind wieder aufgehoben. Könnten den Badeort bald auch wieder mehr Ferienflieger ansteuern?