Sachsen-Anhalt: Was Sie am Tag des offenen Denkmals erwartet

10.09.2020
Zum Tag des offenen Denkmals erkunden jedes Jahr etliche Menschen historische Bauten und Stätten in Sachsen-Anhalt. Coronabedingt sind in diesem Jahr viele Orte per Mausklick erlebbar.
Am Tag des offenen Denkmals in Sachsen-Anhalt können Interessierte die historischen Stätten sowohl digital als auch vor Ort erkunden. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
Am Tag des offenen Denkmals in Sachsen-Anhalt können Interessierte die historischen Stätten sowohl digital als auch vor Ort erkunden. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Halle (dpa) - Zum Tag des offenen Denkmals stehen in diesem Jahr in Sachsen-Anhalt coronabedingt neue Formate auf dem Programm. Dutzende Veranstaltungen - vom digitalen Rundgang durch das historische Rathaus in Wernigerode bis zur schweißtreibenden Besteigung des Stadtbadturms in Halle - seien am Sonntag (13. September) geplant, wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mitteilte.

Viele Aktionen seien ganz unkompliziert von Zuhause aus per Mausklick zu erleben. Pünktlich zum Start sollen alle Links auf der Webseite der Denkmalschutz-Stiftung stehen. Das Motto diesmal: «Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.».

Erkundungen vor Ort

Das Gros der historischen Bauten sei am Denkmalstag vor Ort erlebbar. Im Kloster Drübeck etwa gebe es spezielle Führungen zum Thema Nachhaltigkeit, wie die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland in Magdeburg mitteilte. Im Garten der Evangelischen Kirchengemeinde Herzberg ist demnach ein Open-Air-Konzert geplant. Im Norden und der Mitte des Landes könnten Interessierte per Smartphone mehrere Kirchen - etwa in Gatersleben, Aschersleben, Ummendorf, Calbe oder Marienborn - erkunden und digitale Informationen zur Historie erhalten.

Auch das Stadtbad in Halle könne besucht werden, kündigte der Förderverein Zukunft Stadtbad Halle an. Sieben Führungen auf den Turm des historischen Bads seien geplant. Im südlich von Halle gelegenen Schulpforte bei Naumburg kann am Denkmalstag das Kloster, in dem einst Zisterziensermönche gregorianische Choräle sangen, bei einem Glas Wein besichtigt werden, wie die Stiftung Schulpforta mitteilte.

Wer sich gern allein auf Entdeckungstour begebe, könne bereits vor dem Denkmalschutztag an einem Foto-Wettbewerb teilnehmen und ein beliebiges Denkmal-Objekt in seiner Nähe fotografieren, erklärte das Landesverwaltungsamt in Halle. Die Bilder müssten bis zum Sonntag auf der Webseite der Deutschen Stiftung Denkmalschutz hochgeladen werden.

Virtuelle Stadtrundgänge

Aber auch via Mausklick können zahlreiche Stätten erkundet werden. Gemeinsam mit Denkmalschutzexperten seien beispielsweise drei virtuelle Stadtrundgänge durch Staßfurt, Köthen und Bernburg entwickelt worden, so die Behörde weiter. Auch durch das Gebäude des Landesverwaltungsamts könnten Interessierte am Sonntag eine digitale Erkundungstour drehen. Zudem gebe es Live-Chats mit Denkmalschutzfachleuten und zahlreiche 360-Grad-Rundgänge durch die alten Gemäuer der Gebäude, wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz erklärte.

«Im April haben wir als bundesweite Koordinatorin vom Tag des offenen Denkmals angesichts der Pandemie empfohlen, den Aktionstag digital zu begehen», sagte eine Sprecherin der Stiftung. Viele Veranstalter hielten sich an die Empfehlung und setzten aufwendige Ideen online um. Andere stellten strenge Hygienekonzepte auf, damit die Gäste vor Ort sicher die Denkmäler erkunden könnten.

© dpa-infocom, dpa:200910-99-504144/2

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Verfasser: dpa-infocom GmbH

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