Gute Vorsätze verfolgen und umsetzen

01.02.2016
Vorsätze und selbst gesteckte Ziele bedürfen einer regelmäßigen Überprüfung: Befindet man sich noch auf dem geplanten Weg - oder hapert es an der Disziplin? Ein neues Onlineportal hilft dabei, die Ziele zu erreichen.
StickK will helfen, gute Vorsätze auch durchzuhalten. Foto: dpa-infocm
StickK will helfen, gute Vorsätze auch durchzuhalten. Foto: dpa-infocm

Meerbusch (dpa-infocom) - Gewicht verlieren, mehr Sport treiben, mit dem Rauchen aufhören: Guten Vorsätze gibt es nicht nur zu Jahresbeginn, geraten bei vielen Menschen aber schnell wieder in Vergessenheit.

Der innere Schweinehund interessiert sich halt nicht sonderlich für langfristige Ziele, auch wenn sie der Gesundheit oder dem Geldbeutel gut tun. Mit stickK gibt es jetzt einen kostenlosen Online-Dienst, der seine Nutzer dabei unterstützen möchte, sich Ziele zu setzen und diese auch zu erreichen - ob nun Neujahrsvorsätze oder andere Pläne, deren Umsetzung Überwindung und Selbstdisziplin erfordern. StickK setzt dabei auf starke psychologische Kräfte: Verlustangst und Verantwortungsbewusstsein.

Nach der Registrierung definiert der Anwender zunächst ein Ziel. Zur Auswahl stehen Klassiker wie «»Gewicht verlieren«», «»regelmäßiges Training«» oder «»mit dem Rauchen aufhören«». Doch es lassen sich auch eigene Ziele festlegen. Im zweiten Schritt gibt er einen Geldbetrag an, den er spenden muss, wenn er das Ziel in der selbstgesetzten Zeit nicht erreicht - ein zusätzlicher Ansporn.

Besonders motivierend: Das Geld kann nicht nur wohltätigen Zwecken zukommen, sondern auch politischen Parteien, Vereinigungen oder sogar Fußballfan-Clubs, die man nicht mag. Da es sich um einen englischsprachigen Dienst handelt, ist die Auswahl sehr amerikanisch-britisch geprägt. Doch mit UNICEF oder der amerikanischen Waffen-Lobby NRA kann man auch hierzulande etwas anfangen. Alternativ kann man das Geld auch einer einzelnen Person spenden.

Apropos Person: Damit das Ziel letztlich erreicht und der Weg dorthin eingehalten wird, muss der Nutzer einen Schiedsrichter ernennen, der die wöchentlichen Reports erhält und diese quittiert - oder eben nicht und damit das Geld als Spende freigibt. Das kann ein Freund, der Ehepartner oder ein Kollege sein. Zwar bietet stickK auch die Möglichkeit, sich selbst als Referee zu ernennen, aber das ist wohl kaum Sinn der Sache. Zuletzt darf der Anwender noch möglichst zahlreich Unterstützer einladen, die ebenfalls den wöchentlichen Zwischenbericht erhalten und durch aufmunternde Kommentare vorantreiben sollen.

All diese Anreize und der Druck sollen dabei helfen, auch langfristige Ziele zu erreichen, ohne dass diese im Alltagsstress oder aus Mangel an Motivation schon nach wenigen Wochen wieder auf den nächsten Jahreswechsel verschoben werden.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Seit Herbst ist die Malware «Kryptojacking» verstärkt im Umlauf. Mit ihrer Hilfe verschaffen sich Hacker Zugang zu fremden Computern, um unbemerkt Kryptogeld zu schürfen. Foto: Jochen Lübke So bereichern sich Hacker heimlich über fremde PCs Der Bitcoin-Hype hat zuletzt etwas nachgelassen. Begehrt ist das Kryptogeld aber immer noch. Um an neue Digitalmünzen zu gelangen, nutzen Hacker eine Masche, die fremde Computer zum Schürfen der Bitcoins missbraucht.
Wie man sich vor Erpresser-Trojanern schützt und sie auch wieder los wird, zeigt die Webseite «nomoreransom.org». Screenshot: nomoreransom.org Foto: nomoreransom.org «Nomoreransom.org»: Aufklärung über Erpressungs-Trojaner Trojaner gehören zu den hartnäckigsten Viren auf dem Computer. Seit einiger Zeit gibt es auch Trojaner, die Geld für die Entschlüsselung der gestohlenen Daten fordern. Eine Internetseite will darüber aufklären und liefert zudem Werkzeuge zum Dechiffrieren.
Mit der Breitbandmessung der Bundesnetzangentur kann jeder prüfen, ob die gebuchte Geschwindigkeit auch wirklich stimmt. Foto: Robert Günther Wenn das Internet lahmt - Wie Kunden zu ihrem Recht kommen Internetanbieter locken mit rasanten Maximalgeschwindigkeiten für die Datenübertragung. Doch im Alltag geht dem Turbo-Internet oft die Puste aus. Nicht immer liegt das allerdings am Netzanbieter. Was Kunden tun können und wie sie zu ihrem Recht kommen.
In Deutschland gibt es immer mehr Menschen, die süchtig nach Computerspielen sind. Einer der Gründe: Beim Gamen sind sie von ihren Alltagssorgen abgelenkt. Foto: Swen Pförtner Wenn Computerspiele süchtig machen In Deutschland steigt Experten zufolge die Zahl derjenigen, die süchtig nach Computerspielen sind und auch ohne Internet nicht auskommen können. Eine Konferenz in Berlin widmet sich dem Problem.