Gepäckregeln aufgehoben: Wieder Flüge nach zum Sinai?

13.05.2016
Nach Bombenanschlag: Einschränkungen für Gepäck, das im ägyptischen Scharm el Scheich aufgegeben wurde, sind wieder aufgehoben. Könnten den Badeort bald auch wieder mehr Ferienflieger ansteuern?
Könnte von deutschen Reiseveranstaltern bald wieder angeflogen werden: der ägyptische Badeort Scharm el Scheich. Foto: Namir Galal/Almasry Alyoum/EPA
Könnte von deutschen Reiseveranstaltern bald wieder angeflogen werden: der ägyptische Badeort Scharm el Scheich. Foto: Namir Galal/Almasry Alyoum/EPA

Berlin (dpa/tmn) - Deutsche Urlauber können künftig wieder mit Direktflügen in den ägyptischen Badeort Scharm el Scheich rechnen. Das Bundesverkehrsministerium hat Einschränkungen für die Beförderung von Gepäck aus der Stadt am Roten Meer aufgehoben.

Der Transport von aufgegebenem Gepäck von Scharm el Scheich nach Deutschland sei wieder zugelassen, bestätigte das Ministerium auf Anfrage. Nach dem Bombenanschlag auf einen russischen Ferienflieger aus Scharm el Scheich, der Ende Oktober alle 224 Insassen tötete, hatte die Bundesregierung Auflagen erlassen: Die auf dem ägyptischen Flughafen aufgegebenen Koffer müssten in einer gesonderten Maschine nach Deutschland transportiert werden. Daraufhin setzten deutsche Reiseveranstalter ihre Verbindungen komplett aus. Die Begründung: Eine solche Maßnahmen sei Urlaubern nicht zumutbar.

Der Deutsche Reiseverband (DRV) begrüßte die Aufhebung der Beschränkungen. Der ägyptische Luftfahrtminister Scherif Fathi sagte: «Die Entscheidung ist ein wichtiger Schritt zur Wiederaufnahme der Flüge durch deutsche Airlines.» Wann wieder deutsche Urlaubsflieger nach Scharm El Scheich fliegen, ist noch offen. Der Veranstalter FTI, Ägypten-Marktführer in Deutschland, teilte mit: «Wir freuen uns natürlich über die Entscheidung, aber wir werden die neue Situation erst mal in Ruhe bewerten und prüfen dann mögliche weitere Schritte.»

Die Flugsicherheit in Ägypten war nach der Flugzeugkatastrophe im Herbst in die Kritik geraten. Mehrere Länder stoppten ihre Flugverbindungen und zwangen die ägyptischen Behörden zum Handeln. Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte die Flugsicherheit in Ägypten Ende März als «stark verbessert» bezeichnet.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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