Flixtrain fährt nun auch zwischen Berlin und Köln

23.05.2019
Wer in Deutschland weite Strecken mit dem Zug reist, hat selten eine Alternative zur Deutschen Bahn. Das könnte sich nun ändern. Denn Flixtrain baut sein Zugangebot aus.
Flixtrain baut sein Angebot weiter aus: Die grünen Züge sind künftig auch zwischen Berlin und Köln unterwegs. Foto: Christian Charisius
Flixtrain baut sein Angebot weiter aus: Die grünen Züge sind künftig auch zwischen Berlin und Köln unterwegs. Foto: Christian Charisius

Berlin (dpa) - Der junge Fernzuganbieter Flixtrain hat seine dritte Verbindung in Deutschland in Betrieb genommen und bereitet den Schritt ins Ausland vor. Ein Zug des kleinen Konkurrenten der Deutschen Bahn verließ am Donnerstag (23. Mai) Berlin in Richtung Köln.

Unterwegs hält der Zug in Wolfsburg, Hannover, Essen, Duisburg, Düsseldorf, Dortmund und Bielefeld. «So entsteht das erste private Fernzugnetz der Bundesrepublik», teilte das Unternehmen mit. Vom 6. Juni an soll ein zweiter Zug auf der Strecke fahren.

In Deutschland ist Flixtrain im Fernverkehr der einzige Konkurrent der Deutschen Bahn. Zwei Strecken sind seit gut einem Jahr im Regelbetrieb: Berlin-Stuttgart und Köln-Hamburg. Zudem gibt es einen Nachtzug Hamburg-Lörrach.

Zusätzliche Wagen sollen die Kapazität zwischen Berlin und Stuttgart um 30 Prozent erhöhen, kündigte das Unternehmen an. Ab Juli fahre ein zusätzlicher Zug zwischen Köln und Hamburg. Dann seien sieben grüne Fernzüge in Deutschland unterwegs.

Zum Vergleich: Die Deutsche Bahn hatte Ende 2018 allein 274 ICE-Züge im Einsatz. 148 Millionen Reisenden im Fernverkehr des Staatskonzerns stehen bei Flixbus gut 750.000 im ersten Jahr des Regelbetriebs gegenüber. Inzwischen hat das Unternehmen insgesamt eine Million Fahrgäste gezählt, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde.

Nach dem Start in Deutschland nimmt der Zuganbieter Flixtrain einen ersten Auslandsmarkt ins Visier. «Wir haben Trassen in Schweden beantragt», sagte ein Sprecher. Auch dort setze das Unternehmen darauf, sein Zugangebot mit seinem vorhandenen Flixbus-Netz zu verknüpfen. Die Fernbusse fahren dort seit vier Jahren.

Flixtrain hält seit Längerem Ausschau nach Möglichkeiten, das Geschäft im nächsten Jahr auszuweiten. Weitere Pläne für Deutschland sind jedoch nicht bekannt. Konkret wird es zunächst in Schweden. Ein Sprecher wollte aber keine Details zu den Trassen nennen, auf die es Flixtrain in Skandinavien abgesehen hat.

Mitteilung FlixBus


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Die Deutsche Bahn führt einen Super Sparpreis ein: Künftig soll es für Fahrten ab 19,90 Euro keine Aktionszeiträume mehr geben. Foto: Jan Woitas Deutsche Bahn weitet City Ticket und Super Sparpreis aus Für nicht mal 15 Euro im ICE von Hamburg nach München? Wer flexibel ist, ergattert schon heute solche Aktionstickets. Nun kommt der «Super Sparpreis» auf Dauer. Denn der Bahn sitzt die Konkurrenz im Nacken.
Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat auch Folgen auf die Nachfrage bei Flixbus. Der Fernbusanbieter stellt daher den Betreib ein. Foto: Boris Roessler/dpa Flixbus stellt Betrieb bis auf weiteres ein Die weitreichenden Einschränkungen im sozialen Leben betreffen auch den Fernreiseverkehr mit Bussen. Der Anbieter Flixbus zieht jetzt Konsequenzen.
Ein FlixTrain hält auf der neuen Verbindung Berlin - Köln im Hauptbahnhof Hannover. Foto: Julian Stratenschulte/dpa Flixtrain baut Angebot im Fernverkehr aus Flixtrain baut sein Angebot für den Fernverkehr aus. Mit dem Fahrplanwechsel werden neue Ziele angebunden und einige Strecken sollen in Zukunft schneller erreicht werden.
Auf den Strecken Stuttgart-Berlin und Köln-Berlin werden die grünen Züge von Flixtrain bald häufiger unterwegs sein. Foto: Bahn-Konkurrent Flixtrain lässt mehr Züge fahren Drei Monate nach dem Start sei man überwältigt, sagen die Betreiber des einzigen DB-Rivalen im Fernverkehr. Nun kommen zusätzliche Züge auf die Schiene - und ein kostenpflichtiges Angebot für die Kunden.