Bei Eigentümerwechsel Miete an neuen Vermieter zahlen

07.05.2018
Ein Eigentümerwechsel weckt bei den meisten Mietern Unsicherheiten. Auch wenn das Mietverhältnis bestehen bleibt, sollten Mieter in der Übergangszeit besonders aufmerksam sein.
Einige Fragen wirft ein Eigentümerwechsel schon auf: An wen und ab wann ist die Miete an den neuen Eigentümer zu zahlen? Foto: Frank Molter
Einige Fragen wirft ein Eigentümerwechsel schon auf: An wen und ab wann ist die Miete an den neuen Eigentümer zu zahlen? Foto: Frank Molter

Berlin (dpa/tmn) - Wechselt im laufenden Mietverhältnis der Eigentümer, muss die Miete an den neuen Vermieter gezahlt werden. In der Regel wird sich der alte Vermieter beim Mieter melden, um ihn über den Verkauf zu informieren, erklärt der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland.

Auch der neue Eigentümer wird sich melden und dem Mieter seine Bankverbindung mitteilen. Falls sich nur der neue Vermieter meldet, sollte sich der Mieter den Eigentumsübergang schriftlich belegen lassen. Dazu reicht eine Bescheinigung des bisherigen Vermieters oder die Kopie des aktuellen Grundbuchauszugs aus.

Die Rechte und Pflichten aus der Mietkaution, die der Mieter an den damaligen Vermieter gezahlt hat, gehen automatisch auf den neuen Eigentümer über. Das gilt unabhängig davon, ob die Kaution in Form einer Barkaution, einer Mietbürgschaft oder einer Bankforderung beziehungsweise einem Sparbuch hinterlegt wurde, erklärt Haus & Grund Deutschland.

Der neue Eigentümer muss die Kaution zum Ende des Mietverhältnisses auch dann auszahlen, wenn er selbst sie nicht vom Voreigentümer erhalten hat. Andererseits haftet auch der alte Vermieter für die Rückgewähr der Mietsicherheit, wenn der Mieter diese bei Beendigung des Mietverhältnisses vom neuen Vermieter nicht zurückerhalten kann.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Crowdfunding-Plattformen bringen private Anleger, den Schwarm, zusammen, um damit eine Immobilien zu finanzieren. Foto: Andrea Warnecke Immobilien im Schwarm finanzieren – Crowdinvesting Rund 1000 Euro investieren, vom Immobilienboom profitieren und kräftig Zinsen kassieren. Das klingt gut. Crowdfunding-Plattformen im Internet machen es möglich. Das Geschäft ist für Anleger aber nicht risikolos.
Neubautgebiete in Berlin, wie hier am Gleisdreieck-Park, sind für potenzielle Käufer interessant: Beim Kauf einer Immobilie ist meist die Lage wichtiger als die Wertsteigerung. Foto: Andrea Warnecke Wertsteigerung ist nicht alles beim Immobilienkauf Der Immobilienmarkt boomt. Angesichts hoher Preise soll oft das Argument künftiger Wertsteigerung Verbraucher zum Kauf einer Immobilie bewegen. Doch Vorsicht: Solche Prognosen bilden eine relativ unsichere Basis für eine Kaufentscheidung.
Gerade ältere Menschen müssen die Finanzierung einer Immobilie genau planen. Denn in der Regel haben sie weniger Zeit den Baukredit abzubezahlen. Foto: Christin Klose Worauf es bei der Baufinanzierung im Alter ankommt Immobilien sind nicht nur etwas für junge Käufer. Auch mit 50 oder 60 Jahren kann man sich den Traum von den eigenen vier Wänden noch erfüllen. Die Finanzierung muss aber passen.
Wer eine Immobilie kauft oder mietet, hat ein Anrecht, den Energieausweis des Gebäudes zu sehen. Foto: Franziska Gabbert Je grüner, desto sparsamer: Was der Energieausweis verrät Im Prinzip soll es einfach sein: Die Heizkosten in Häusern im grünen Bereich des Energieausweises sind geringer, im roten Bereich sind die Kosten höher. Und doch verwirren die Inhalte des Dokuments viele. Das liegt daran, dass es verschiedene Ausweisvarianten gibt.