Neue Pauschale macht Tier-Notdienst 59,50 Euro teurer

14.02.2020
Tier-Notfälle mit Arzteinsatz werden teurer. Ab sofort wird eine Notdienst-Pauschale fällig und auch die Notdienst-Zeiten ändern sich.
Verletzt sich der Yorkshire Terrier am Wochenende die Pfote, wird das für den Halter teurer. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn
Verletzt sich der Yorkshire Terrier am Wochenende die Pfote, wird das für den Halter teurer. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Wer mit seinem kranken Tier nachts oder am Wochenende den Notdienst aufsucht, muss ab sofort tiefer in die Tasche greifen. Der Gesetzgeber hat eine sogenannte Notdienstgebühr eingeführt. Danach muss jeder Tierarzt eine Pauschale in Höhe von 50 Euro netto (59,50 inkl. Mehrwertsteuer) für einen Tierarztbesuch zu Notdienstzeiten berechnen, schreibt die Bundestierärztekammer auf ihrer Website.

Zur Pauschale kommen die Kosten für die eigentliche Behandlung noch hinzu. Zudem wurden die Zeiten geändert, die als Notdienst gelten. Statt wie bisher um 19 Uhr beginnt die «Nacht» bereits um 18 Uhr und geht bis zum nächsten Morgen 8 Uhr. Das «Wochenende» startet schon am Freitagabend um 18 Uhr, statt wie bisher am Samstagmittag um 13 Uhr, und dauert bis Montag, 8 Uhr.

Bei knapper Kasse kann es sich also lohnen, bei Beschwerden des Haustiers mit dem Arztbesuch nicht auf den Abend zu warten, rät Tierärztin Tina Hölscher von der Tierschutzorganisation Aktion Tier.

Es gibt allerdings eine Ausnahme: Wenn eine Tierarztpraxis schon vor dem 14. Februar abends eine reguläre Sprechstunde hatte, etwa 19 bis 20 Uhr, oder auch bisher eine reguläre Sprechstunde am Wochenende angeboten hatte, sei das kein Notdienst. Dann müsse die Praxis auch nicht die 59,50 Euro Notfall-Pauschale erheben.

Hinweis der Bundestierärztekammer


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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