Worauf es bei Schmuck und Barren ankommt

18.09.2020
Der Goldpreis bewegt sich derzeit nahe des Allzeithochs. Wer deshalb jetzt seine Bestände verkaufen will, sollte gut aufpassen. Nicht alle Aufkäufer sind seriös.
Alter Schmuck kann angesichts des hohen Goldpreises jetzt gut zu Geld gemacht werden. Allerdings wird meist nur für den Materialwert bezahlt. Foto: Robert Günther/dpa-tmn
Alter Schmuck kann angesichts des hohen Goldpreises jetzt gut zu Geld gemacht werden. Allerdings wird meist nur für den Materialwert bezahlt. Foto: Robert Günther/dpa-tmn

Düsseldorf (dpa/tmn) - Der Goldpreis steigt und steigt - gute Nachrichten für Besitzer von altem Schmuck, Münzen und Barren. Sie können ihre alten Bestände jetzt verkaufen. Doch nicht alle Aufkäufer sind seriös, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Worauf es ankommt:

- Reinheit beachten: Bei Schmuck wird in der Regel nur der materielle Wert vergütet. Daher sollten Verkäufer auf Gravuren achten: Die Ziffern «333», «585» und «750» verweisen auf den Goldanteil in Promille. «333» zeigt zum Beispiel an, dass ein Drittel des Gesamtgewichts aus Gold besteht.

Bei Barren und Münzen ist der Goldgehalt festgelegt. Ankaufspreise dafür lassen sich über Vergleichsportale im Internet einsehen.

- Angebote vergleichen: Wer keine Gravuren findet, kann sich an einen örtlichen Edelmetallhändler oder Juwelier wenden. Diese können den Feingehalt an Gold mittels einer Stichprobe ermitteln. Allerdings sollte man sich nicht nur auf eine Schätzung verlassen, sondern mindestens ein zweites Angebot einholen.

- Versandrisiken beachten: Wer sein Gold im Internet verkaufen will, sollte beim Versand aufpassen. Pakete sind in der Regel nur bis 500 Euro versichert. Stecken höhere Werte im Paket, können Kunden bei Verlust unter Umständen leer ausgehen. Außerdem gilt: Besitzer sollten den Wert des Schmucks einschätzen können, um gegen niedrige Aufkauf-Angebote gewappnet zu sein.

© dpa-infocom, dpa:200918-99-617461/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wer sein Geld auch in Rohstoffe anlegen möchte, sollte den Anteil am Gesamtportfolio auf zehn Prozent beschränken. Foto: Andrea Warnecke/dpa Investment Rohstoffe: Risikoreiche Beimischung für das Depot Ein Grundsatz der Geldanlage lautet: Das Vermögen sollte breit über verschiedene Anlageklassen gestreut werden. Wer seinem Aktienportfolio Rohstoff-ETFs beimischen möchte, wählt am besten einen Anteil unter zehn Prozent. Denn die Anlage ist riskant.
Bei Gold bekommen Anleger keine Rendite. Gewinn machen sie nur über Preissteigerungen. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn Gold ist kein Ersatz für Festgeld Beim Blick auf den steigenden Goldpreis bekommen Anleger derzeit glänzende Augen. Für ein breit aufgestelltes Depot ist das Edelmetall aber nur als Beimischung sinnvoll. Denn Rendite gibt es nicht.
Steigende Kurse freuen die Anleger. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt zum Investieren. Kaufoptionen verschaffen Anlegern mehr Spielraum. Foto: Daniel Reinhardt Kaufoption: Auf steigende Kurse spekulieren Beim Aktienkauf kommt es auf den richtigen Moment an. Wer sich bei der Kaufentscheidung jedoch mehr Zeit lassen möchte, kann eine Kaufoption vereinbaren. Der Käufer kann sich damit das Recht auf einen Basiswert sichern.
Rohstoffe sind derzeit als Depot-Beimischung interessant. Foto: Larry W. Smith Depots: Günstige Rohstoffe als Beimischung nutzen Anleger können derzeit von günstigen Rohstoffen profitieren. Eine Investition in entsprechende Aktien oder Fonds kan sich lohnen. Es sollte jedoch nicht dabei bleiben. Die Wertpapiere sind eher als Beimischung zum Depot sinnvoll.