Wertpapier statt Barren: Goldzertifikate sind oft günstiger

20.04.2016
Gold ist beliebt. Denn das Edelmetall verspricht Anlegern Sicherheit. Allerdings müssen sie nicht immer gleich einen Barren kaufen. Eine Alternative können mit Gold hinterlegte Wertpapiere sein.
Mit Gold hinterlegte Wertpapiere können eine gute Anlage sein. Foto: Sven Hoppe
Mit Gold hinterlegte Wertpapiere können eine gute Anlage sein. Foto: Sven Hoppe

Berlin (dpa/tmn) - Gold gibt es nicht nur als Barren oder Münzen. Anleger können das Edelmetall auch als Wertpapier kaufen, als sogenannte Exchange Traded Commodities – kurz ETC. Diese Zertifikate mit Fondscharakter erlauben Privatanlegern einen einfachen Zugang zu Rohstoffinvestments.

Gold-ETC können auch günstiger sein. Das erklärt die Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift «Finanztest» (Heft 5/2016). In einem Musterfall verglichen die Experten die Kosten für den Kauf von jeweils 500 Gramm Gold als Barren oder als Zertifikat. Beim ETC sparte der Anleger mehr als 200 Euro. Bei den Zertifikaten sollten Anleger aber genau hinsehen. Denn nicht alle Papiere sind mit echtem Gold hinterlegt.

Unterschiede stellten die Tester bei den Gold-ETC bei den Kosten fest. Bei einem Anbieter fielen keine laufenden Kosten an, dafür lagen An- und Verkaufskurs an der Börse weiter auseinander als bei anderen Anbietern. Ein weiterer berechnete intern 0,4 Prozent Gebühren pro Jahr, ein Dritter verlangte Kosten von 0,36 Prozent, die er der Depotbank in Rechnung stellte.

Ein weit verbreitetes Angebot ist Xetra-Gold. Der Vorteil hier: Wer dieses Wertpapier nach einem Jahr wieder verkauft, kann mögliche Kursgewinne steuerfrei kassieren. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) in zwei Urteilen entschieden (Az.: VIII R 4/15 und VIII R 35/14). Das Bundesfinanzministerium hat die Finanzämter inzwischen angewiesen, in diesen Fällen keine Abgeltungsteuer mehr einzuziehen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN

Passende Anbieter

Das könnte Sie auch interessieren
Wer seine Stromrechnung kriegt, sollte sie genau prüfen. Foto: Jens Kalaene Stromkunden: Jahresabrechnung rechtzeitig prüfen Rund 90 Prozent der deutschen Haushalte erhalten ihre Stromrechnung nur einmal im Jahr. Stromkunden können aber halbjährig, vierteljährig oder sogar monatlich eine Abrechnung anfordern. Verbraucher sollten in jedem Fall Verbrauch und Kosten kontrollieren.
Trotz Paypal-Käuferschutzes müssten die Verkäufer die Möglichkeit haben, im Streitfall den Kaufpreis bei staatlichen Gerichten einzuklagen, entschied der BGH. Foto: Lukas Schulze/dpa BGH prüft zum Paypal-Käuferschutz: Wie sicher ist der Kunde? Wie viel ist der Käuferschutz beim Online-Bezahldienst Paypal in der Praxis wert? Ein BGH-Urteil stärkt die Rechte des Verkäufers. Der Kunde bleibt aus Sicht der Richter dennoch König. Verbraucherschützer sehen das anders.
Erhebt ein Bank rechtswidrig Gebühren, muss sie das eingezogene Geld wieder zurückzahlen. Das kann auch gelten, wenn die Forderung nicht vom Kunden, sondern von Verbraucherschützern stammt. Foto: Oliver Berg Unrechtmäßige Gebühren müssen automatisch erstattet werden Manchmal sind Kunden im Recht und wissen es nicht. Unternehmen dürfen das aber nicht ausnutzen. Verlangen sie etwa unzulässige Gebühren, müssen sie das eingezogene Geld im Zweifel auch von selbst wieder auszahlen.
Wer eine Lebensversicherung kündigt, muss oft um die Abschlusskosten streiten. Laut einem Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt sind Stornoabzugs-Klauseln jedoch unwirksam. Foto: Kai Remmers Lebensversicherung: Stornoabzug nach Kündigung unzulässig Verbraucher können meist gegen einen Stornoabzug oder einen geringen Rückkaufwert vorgehen, wenn sie ihre Kapitallebensversicherung oder private Rentenversicherung vorzeitig kündigen.