Vorschläge von Robo-Beratern kritisch prüfen

17.01.2019
Wer Geldanlage-Möglichkeiten von einem sogenannten Robo-Berater berechnen lässt, sollte dem Ergebnis nicht einfach trauen. Es ist ratsam, die Vorschläge vor der Investition kritisch unter die Lupe zu nehmen.
Bei sogenannten Robo-Beratern handelt es sich um eine Anlageberatung auf Basis eines Algorithmus. Anleger sollten hier genau prüfen, was ihnen die Software empfiehlt. Foto: Georg Hilgemann
Bei sogenannten Robo-Beratern handelt es sich um eine Anlageberatung auf Basis eines Algorithmus. Anleger sollten hier genau prüfen, was ihnen die Software empfiehlt. Foto: Georg Hilgemann

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Digitalisierung macht auch vor der Geldanlage nicht halt: Mit sogenannten Robo-Beratern können Anleger ihr Geld auf Basis von Programmen und Algorithmen automatisch anlegen. In der Regel fließen die Mittel in börsengehandelte Indexfonds (ETFs).

Anleger sollten aber vor der Investition prüfen, ob die Angebote zu ihren Zielen und ihrer Risikobereitschaft passen, rät die Aktion «Finanzwissen für alle» der Fondsgesellschaften. Denn die Anlage nach Algorithmen ist keine Garantie für Gewinne.

Bei vielen Robo-Beratern wird das Portfoliorisiko über eine Kombination verschiedener Kursschwankungsmaße, anhand mathematischer Modelle oder computergestützter Prognosesysteme gesteuert. Die Umschichtung erfolgt je nach Marktsignalen, ohne dass der Anleger vom digitalen Vermögensverwalter noch einmal gefragt wird.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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