Vier Tipps für das passende Konto

13.09.2016
Vom 18. September an wird es für Bankkunden einfacher: Wollen sie ihr Konto wechseln, müssen ihnen die Geldinstitute helfen. Das sieht dann das Gesetz vor. Doch Vorsicht: Girokonto ist nicht gleich Girokonto.
Eine Girokarte besitzt in der Regel jeder Kontoinhaber zum Girokonto. Kunden sollten prüfen, ob dafür Gebühren anfallen. Kreditkarten kosten in der Regel extra. Foto: Andrea Warnecke
Eine Girokarte besitzt in der Regel jeder Kontoinhaber zum Girokonto. Kunden sollten prüfen, ob dafür Gebühren anfallen. Kreditkarten kosten in der Regel extra. Foto: Andrea Warnecke

Düsseldorf (dpa/tmn) - Der Umstieg auf ein neues Girokonto bei einer anderen Bank ist bisher oft mühsam: Zahlungspartner müssen über die neue Kontoverbindung informiert und Daueraufträge übertragen werden. Auch Lastschriften müssen nun vom neuen Konto abgehen.

Doch vom 18. September an soll alles einfacher werden. Das Zahlungskontengesetz schreibt dann vor, dass Geldinstitute ihre Kunden beim Kontowechsel unterstützen müssen. Doch was bedeutet das konkret - und worauf genau müssen Verbraucher achten?

Das neue Geldinstitut kann aufgrund der Änderung ermächtigt werden, alle Daten bei der alten Bank zu erfragen, die für die Benachrichtigung der Zahlungspartner und die Umstellung auf die neue Kontoverbindung notwendig sind, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Keine Rolle spielt dabei, ob das Konto bei einer Filialbank oder als reines Onlinekonto geführt wird. Für den Wechselhilfeservice dürfen die alte und die neue Bank nur etwas berechnen, wenn das vorher mit dem Kunden vereinbart wurde. Innerhalb von zwölf Geschäftstagen sollte der Wechsel komplett vollzogen sein.

Vier wichtige Fragen und Antworten für das passende Girokonto: 

Was kostet die Kontoführung? Das kostenlose Girokonto gibt es nicht überall. Viele Institute verlangen Gebühren. Und hier gibt es Unterschiede: Manche erheben eine monatliche Grundgebühr, andere Institute stellen eher Kosten für einzelne Buchungen oder für Daueraufträge in Rechnung. Hier lohnt ein Vergleich, raten die Verbraucherschützer aus NRW.

Welche Bezahlkarten gibt es? Ohne Karte wird heute kaum mehr ein Konto geführt. Neben den Kundenkarten, die nur an den bankeigenen Geldautomaten eingesetzt werden können, gibt es Giro- und Kreditkarten. Hier spielen nicht nur die Kosten eine Rolle. Wichtig ist auch die Frage, wie viele Geldautomaten in der näheren Umgebung kostenfrei genutzt werden können, erklärt die Verbraucherzentrale.

Ist das Konto an Bedingungen geknüpft?Bei günstigen Konten stellen Geldinstitute oft Bedingungen, zum Beispiel einen regelmäßigen Geldeingang in einer bestimmten Höhe. Manche Unternehmen verlangen auch, dass auf dem Konto regelmäßig das Gehalt gutgeschrieben werden muss. Auf solche möglichen Fallstricke sollten Kunden achten.

Wie hoch sind die Zinsen? Ein wichtiger Punkt bei Girokonten ist die Höhe der Dispozinsen. Diese sind oft happig und unterscheiden sich von Institut zu Institut stark. Wer ab und zu ins Minus rutscht, zahlt dann bei teuren Instituten drauf. Manche Institute verzinsen auch Guthaben auf Girokonten. Allerdings sind die Zinsen oft mager.

Tipps der Verbraucherzentrale NRW


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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