Taschengeld hilft Kindern beim Umgang mit Geld

14.07.2020
Woher soll ein Kind wissen, wie man Geld vernünftig verwaltet oder Beträge korrekt vergleicht und damit vielleicht sogar spart? Eltern können mit dem Taschengeld das Bewusstsein dafür schärfen.
Wie man Geld sparen kann und es verwaltet, lernt man nicht in der Schule. Daher sollten Eltern ihre Kinder dabei unterstützen. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
Wie man Geld sparen kann und es verwaltet, lernt man nicht in der Schule. Daher sollten Eltern ihre Kinder dabei unterstützen. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Regelmäßiges Taschengeld hilft Kindern, den Umgang mit Geld zu lernen. Die Höhe des Taschengeldes hängt vom jeweiligen Alter ab.

Nach Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts sollten es für unter Sechsjährige 50 Cent bis einen Euro pro Woche sein, im Grundschulalter ein bis drei Euro pro Woche und für Zehnjährige bis zu 18 Euro im Monat.

Wichtig dabei: Kinder entscheiden selbst, für was sie ihr Taschengeld ausgeben - ob es nun Süßigkeiten, das Lieblingseis oder etwa ein Heft mit Pferdebildern ist. «Die Kinder lernen dabei aus eigener Erfahrung, dass sie sich eine größere Sache nur leisten können, wenn sie vorher ihr Geld nicht schon ausgegeben haben», erklärt Juliane Weiß vom B undesverband deutscher Banken. Ihnen wird bewusst, dass Wünsche nicht sofort und immer in die Realität umzusetzen sind.

Beim Sparen hilft am Anfang ganz klassisch das Sparschwein. «Gerade für jüngere Kinder ist die Spardose der richtige Ort um das Taschengeld zu verwahren», erklärt Weiß. So behält das Kind den Überblick, wie viel vom Geld noch übrig ist. Auch ein Taschengeldplaner trägt dazu bei, dass Kinder ihr Geld einteilen und einen bestimmten Betrag zur Seite legen.

© dpa-infocom, dpa:200707-99-705150/3

Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts

Publikation für Jugendliche der Bundesbank


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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