So günstig gibt’s eine gute Privathaftpflicht

14.09.2021
Je nachdem, was kaputtgegangen ist: Fehlt eine Privathaftpflicht, kann ein Missgeschick den Ruin bedeuten. Diese Versicherung sollte also jede und jeder haben. Doch was kostet eine gute Police?
Du hast's kaputt gemacht! - Wem so etwas passiert, der kann dank Haftpflichtversicherung gelassen bleiben. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Du hast's kaputt gemacht! - Wem so etwas passiert, der kann dank Haftpflichtversicherung gelassen bleiben. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Ist beim Besuch bei Freunden etwas zu Bruch gegangen oder müssen nach einem Fahrradunfall Behandlungskosten und Schmerzensgeld gezahlt werden: Die private Haftpflichtversicherung greift bei kleinen ebenso wie bei wirklich großen Schäden.

Laut der Zeitschrift «Finanztest» (Ausgabe 10/21),die mehrere Hundert Tarife vergleichen hat, ist sie ein Muss für jedefrau und jedermann. Das Testergebnis: Dreiviertel der Tarife erhielten die Note «gut» oder «sehr gut».

Sehr gute Policen sind sogar schon ab 52 Euro zu haben. Und auch einer der drei am besten bewerteten Tarife kostet nur 86 Euro im Jahr. Insgesamt nahmen die Tester 363 Familientarife mit Privathaftpflichtschutz von 89 Versicherern unter die Lupe.

Es gibt drei Testsieger

Das Ergebnis: 159 Policen sind «sehr gut» und 121 «gut». 54 schnitten «befriedigend» ab, 22 «ausreichend» und 7 «mangelhaft». Die drei Testsieger, jeweils mit der Gesamtnote 0,6, sind der Tarif «Plus» der WGV-Versicherungen, der Tarif «PrivatPremium 6.0» der NV-Versicherungen sowie der Haftpflichtschutz der DFV Deutsche Familienversicherung.

Untersucht wurden nur Tarife mit einer Versicherungssumme von mindestens 10 Millionen Euro pauschal für Personen- und Sachschäden. Für die Leistungen legten die Tester die Musterbedingungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zugrunde.

Wesentliches ohne Selbstbeteiligung

Ein «Gut» oder «Sehr gut» konnten zudem nur jene Tarife erreichen, die nach Ansicht von «Finanztest» wesentliche Haftungsfälle ohne Selbstbeteiligung abdecken. Dazu gehören zum Beispiel Allmählichkeitsschäden, die erst im Laufe der Zeit entstehen. Bewertet wurden auch Leistungen, die ohne Aufpreis im Tarif enthalten sind, ein Beispiel: Volljährige ledige Kinder sind noch mindestens ein Jahr nach Abschluss aller Ausbildungen mitversichert.

Generell fiel auf: Der Privathaftpflichtschutz ist im Vergleich zur letzten «Finanztest»-Untersuchung von vor zwei Jahren noch etwas besser geworden. Die Anbieter werben mit mehr Deckungserweiterungen und höheren Versicherungssummen um Kunden. Tipp daher: Wer seine Privathaftpflichtversicherung vor fünf oder mehr Jahren abgeschlossen hat, sollte einen Wechsel überlegen.

© dpa-infocom, dpa:210913-99-203890/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Der Nachwuchs soll gut abgesichert sein - diesen Wunsch haben viele Eltern. Wichtig dafür sind aber nur ein paar Versicherungen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Welche Versicherungspolicen Eltern haben sollten Familien wollen sich meist gut absichern. Doch aus Sicht von Experten ist nicht jede Versicherung wirklich sinnvoll. Oft reicht es aus, wenn die Eltern gute Policen haben.
Verbraucher, die eine Lebensversicherung zwischen Mitte 1994 und Ende 2007 abgeschlossen haben, sollten ihren Vertrag prüfen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa «Finanztest» zu Lebensversicherung: Widerspruch lohnt sich Kunden können vielen Lebens- und Rentenversicherungsverträgen noch nach Jahren widersprechen. Voraussetzung: Die Verträge enthalten eine fehlerhafte Belehrung. In diesem Fall ist durchaus noch eine Nachzahlung möglich.
Eine Restschuldversicherung soll einspringen, wenn man einen Kredit nicht mehr bedienen kann. Allerdings sind die Policen oft teuer. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Restschuldversicherungen lohnen häufig nicht Große Anschaffungen werden oft mit einem Kredit finanziert. Geldinstitute bieten dazu häufig eine Versicherung an, die helfen soll, wenn es eng wird. Für Kunden ist das meist ein schlechtes Geschäft.
Bei wichtigen Fragen rund um Versicherungen sollten man sich nicht nur auf eine Meinung verlassen. Denn nicht jede Beratung ist gut. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Bei Versicherungsfragen immer zweite Meinung einholen Eine Versicherung kann man in der Regel schnell abschließen. Doch was, wenn man vorher gute Beratung braucht? Wo bekommen Verbraucher fundierte Hilfe?