So erkennen Bankkunden manipulierte Geräte

23.04.2018
Nicht nur beim Online-Banking, sondern auch beim Geldabheben am Automaten kommt es oft zu Betrugsfällen. Daher sollten Bankkunden bereits beim Betreten eines Service-Centers wachsam sein.
Wird die Karte am Geldautomaten trotz richtiger Geheimzahl nicht zurückgegeben, könnte eine Manipulation vorliegen. Betroffene Bankkunden lassen ihr Konto dann am besten sperren. Foto: Marius Becker
Wird die Karte am Geldautomaten trotz richtiger Geheimzahl nicht zurückgegeben, könnte eine Manipulation vorliegen. Betroffene Bankkunden lassen ihr Konto dann am besten sperren. Foto: Marius Becker

Mainz (dpa/tmn) - Keine Frage: Zahlen mit EC- oder Kreditkarte ist praktisch. Allerdings nutzen auch Betrüger den weit verbreiteten Einsatz immer wieder aus. So werden etwa Geldautomaten manipuliert, erklärt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Wann Kunden misstrauisch werden sollten: 

- PIN-Nummer als Türöffner: Die Geheimzahl für die Zahlungskarte ist nur am Geldautomaten oder am Zahlungsterminal im Geschäft nötig. Verbraucher sollten die PIN deshalb niemals an Türöffnern eingeben, auch nicht bei Geldinstituten. In solchen Fällen sollte die Polizeiinformiert werden. Die Türöffner sind meist manipuliert.

- PIN-Nummer mehrmals eingeben: «Bitte geben Sie ihre PIN-Nummer zwei Mal ein» - wer eine solche Aufforderung auf einem Hinweiszettel am Geldautomaten findet, sollte misstrauisch werden. Möglicherweise ist das Gerät manipuliert. Kunden sollten generell auf die äußere Beschaffenheit des Geldautomaten achten und auffällige Veränderungen der Polizei melden.

- Karte wird nicht zurückgegeben: Behält der Geldautomat die Zahlungskarte unerwartet ein, obwohl die PIN-Nummer richtig eingegeben wurde und das Konto auch gedeckt ist, sollte die Karte besser gesperrt werden. Möglicherweise wurde das Gerät von Straftätern manipuliert.

Tipps der Polizei

Tipps der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Sperr-Notruf


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Bei der «Skimming»- Technik montieren Kriminelle Vorsatzgeräte an den Kartenschlitz des Geldautomaten, um die Kartendaten auszulesen. Mittels einer aufgesetzten Zusatztastatur gelangen sie außerdem an die PIN-Nummer. Foto: Thomas Frey Weniger Datenklau an Geldautomaten Um gestohlene Daten von Bankkunden zu Geld zu machen, müssen Kriminelle weit reisen. Moderne Sicherheitstechnik zahlt sich aus. Doch Geldautomaten bleiben ein attraktives Ziel.
Datendiebe schlagen an Geldautomaten wieder häufiger zu. Foto: Uli Deck Klebespur oder Wackelteile: Skimming-Hinweise am Bankautomat Kriminelle versuchen mit allen Mitteln, an Daten von Bankkunden in Deutschland zu kommen. Die Fallzahlen steigen. Doch der Schaden durch Datenklau sinkt weiter.
Fast jeder Dritte hat der Bitcom-Umfrage zufolge schon mindestens einmal mit dem Handy oder einer Computeruhr bezahlt. Foto: Lino Mirgeler Jeder Dritte zahlt schon mit seinem Handy In deutschen Supermärkten klingelt weniger Kleingeld in den Kassen - doch so richtig trauen sich die Verbraucher noch nicht an neue Bezahlmethoden ran. Sie fürchten um ihre Daten. Zu recht?
Mehr gesprengte Geldautomaten und Skimming-Fälle verzeichnet das BKA. Foto: Arne Dedert/dpa BKA warnt vor mehr Angriffen auf Geldautomaten und Datenklau Nach der Sprengung eines Geldautomaten im hessischen Rodgau ist das gesamte Bankfoyer einsturzgefährdet. Solche Fälle besonders schweren Diebstahls wie dieser nehmen deutlich zu, warnt das Bundeskriminalamt. Aber nicht nur die.