Rentner profitieren von einem Freibetrag

24.04.2020
Auch wenn Rentner eine Steuererklärung abgeben müssen, bedeutet dies nicht automatisch, dass Steuern anfallen. Wer zum Beispiel zusätzlich zur Rente Einkünfte hat, kann einen Steuerfreibetrag nutzen.
Wer zusätzlich zur Rente Einkünfte hat, kann einen Steuerfreibetrag nutzen. Foto: Silvia Marks/dpa-tmn
Wer zusätzlich zur Rente Einkünfte hat, kann einen Steuerfreibetrag nutzen. Foto: Silvia Marks/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Wer neben der Rente weitere Einkünfte hat, muss sie zum steuerpflichtigen Anteil der Rente hinzurechnen. Doch Rentner können vom Altersentlastungsbetrag profitieren: Dieser Steuerfreibetrag kann das zu versteuernde Einkommen in Abhängigkeit vom Geburtsjahr senken.

Er steht Personen zu, die beim Renteneintritt das 64. Lebensjahr vollendet haben. Darauf macht die Bundessteuerberaterkammer aufmerksam.

Der Freibetrag sinkt von Jahr zu Jahr. Wer die Voraussetzungen im Jahr 2018 das erste Mal erfüllt hat, für den liegt der Freibetrag ab 2019 zeitlebens bei 17,6 Prozent. Der Fiskus berücksichtigt jedoch höchstens 836 Euro. Anwendbar ist der Altersentlastungsbetrag für Einkünfte aus Mieten, Arbeitslohn sowie Gewinnen aus Kapitalvermögen. Ausnahme: Ein Rentner arbeitet als Minijobber und verdient monatlich nur bis zu 450 Euro - dann sind diese Einnahmen steuerfrei.

Die Steuerfreiheit gilt dann, wenn der Arbeitgeber die pauschale Lohnsteuer von 2 Prozent übernimmt. In diesem Fall bleiben der pauschale Lohn und die pauschale Lohnsteuer bei einer Einkommensteuerveranlagung des Rentners außer Betracht. Das zu versteuernde Einkommen des Rentners erhöht sich insoweit nicht um die Einkünfte aus dem Minijob. Ein Altersentlastungsbetrag wird für diesen Fall nicht gewährt, wenn der Rentner neben Renteneinkünften und Minijob nicht noch andere Nebeneinkünfte hat.

Rentenerhöhungen sind zu 100 Prozent steuerpflichtig. Ein Teil der Rente ist aber bislang steuerfrei - die Höhe variiert je nach Renteneintrittsalter. Einmal ermittelt bleibt der Anteil für die Folgejahre unverändert - insgesamt sinkt dieser jedoch. Während für Neurentner im Jahr 2005 noch 50 Prozent der Jahresbruttorente steuerfrei waren, sind es im Jahr 2019 nur noch 22 Prozent. Wer im Jahr 2040 neu in Rente geht, muss seine Rente dann voll versteuern.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wer als ehrenamtlicher Helfer eine Aufwandsentschädigung bekommt, muss sich jetzt beim elektronischen Finanzamt www.elster.de anmelden. Foto: Kai Remmers Ehrenamtliche müssen sich vor Steuererklärung jetzt anmelden Bei zusätzlichen Einkünften müssen Steuerzahler eine elektronische Steuererklärung abgeben. Das gilt auch für ehrenamtliche Helfer, die für ihren Aufwand entschädigt werden. Sie benötigen jetzt eine Online-Zertifizierung.
Wer zusätzlich zur Rente Einkünfte hat, kann einen Steuerfreibetrag nutzen. Foto: Silvia Marks/dpa-tmn Steuererklärung für Rentner Nicht nur viele Neurentner sind steuerpflichtig. Auch bei Altrentnern kann sich das ändern. Doch wer eine Steuererklärung abgeben muss, muss nicht zwangsläufig auch Steuern zahlen.
Für das Ehrenamt kann die Einkommensteuererklärung weiterhin in Papierform abgegeben werden. Die Tätigkeit darf mit nicht mehr als jährlich maximal 720 Euro beziehungsweise 2400 Euro als Übungsleiter entlohnt werden. Foto: Oliver Berg Ehrenamtler können Steuererklärung auf Papier einreichen Ehrenamtler müssen sich nicht mit dem Elster-Portal herumschlagen. Die Einkommenssteuererklärung für nebenberufliche Tätigkeiten, beispielsweise in Vereinen oder in der Kirche, kann weiterhin in Papierform eingereicht werden.
Auch Senioren müssen mitunter ihre Steuererklärung fristgerecht abgeben. Foto: Armin Weigel Frist für Steuererklärung gilt auch für viele Senioren Was viele nicht wissen: Auch Senioren müssen oftmals eine Steuererklärung abgeben. Für sie gelten die gleichen Fristen wie für Arbeitnehmer.