Rendite: Bei Altersvorsorge aufmerksam sein

13.07.2016
Aufgepasst bei der privaten Altersvorsorge. Wer das Vorsorgeprodukt nicht sorgfältig aussucht, hat aus der Kapitalanlage später weniger Ertrag als ursprünglich erhofft, so eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln.
Bei der privaten Altersvorsorge sollten Verbraucher auch darauf achten, ob der Staat sie fördert. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Bei der privaten Altersvorsorge sollten Verbraucher auch darauf achten, ob der Staat sie fördert. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Köln (dpa) - Wer nach Produkten für die private Altersvorsorge sucht, sollte dabei steuerliche Aspekte berücksichtigen. Einige Produkte werden gefördert. Andere belegt der Staat mit hohen Abgaben. Darauf macht eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) aufmerksam.

Laut der Untersuchung kann zum Beispiel bei nicht-zertifizierten Fondssparplänen und Kapitallebensversicherungen unter Umständen ein großer Teil der erhofften Rendite verloren gehen. Nach IW-Angaben können für Anleger nach 35 Jahren - unter Berücksichtigung von Abzügen für die Steuer und Sozialversicherung - nur etwa 45 Prozent des eingezahlten Bruttobeitrags als Rente übrig bleiben. Die angenommene Rendite lag bei der IW-Simulation bei jährlich 3 Prozent.

Verbraucher sollten bei der Wahl eines Altersvorsorgeproduktes nicht nur auf die Rendite achten, sondern sich vor allem erkundigen, ob und wie stark der Staat es fördert, rät IW-Expertin Susanna Kochskämper. In der Regel sei eine nachgelagerte Besteuerung für Verbraucher, wie sie bei Riester-Produkten oder der betrieblichen Altersvorsorge üblich ist, zwar finanziell vorteilhaft. Allerdings müssten Sparer die nachgelagerten Abgaben bei ihrer Entscheidung für ein Altersvorsorgeprodukt einkalkulieren.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Anleihen können auch von Bundesländern ausgegeben werden. Foto: Andrea Warnecke Schuldverschreibung der Bundesländer Bundesländer können Anleihen als Finanzinstrument ausgeben - im Vergleich zu Aktien besteht hier ein geringeres Wertschwankungsrisiko. Gezielt eigene Anleihen zu kaufen, ist jedoch wenig ratsam.
Mit einer Betriebsrente lässt sich die Altersvorsorge aufbessern - allerdings fallen auch Steuern und Sozialabgaben an. Foto: Marijan Murat/dpa «Finanztest»: Betriebsrente kann sich lohnen Private Vorsorge ist wichtig. Deshalb stärkt die Bundesregierung die Betriebsrente. Doch ein Test der Stiftung Warentest zeigt: Ohne Unterstützung vom Chef zahlen sich die Verträge nicht immer aus.
Wird die Riester-Rente als Einmalzahlung abgefunden, gilt eine ermäßigte Besteuerung. Foto: Andrea Warnecke Bei Riester-Einmalauszahlung Steuervorteil nutzen Nicht immer ist die monatliche Auszahlung eines Rentenvertrages üppig. Doch in diesen Fällen können Versicherte von Steuervorteilen profitieren.
Die Renteninformation enthält Angaben über die erworbenen Anwartschaften und die Höhe der künftig zu erwartenden Altersrente. Foto: Franz-Peter Tschauner/dpa Altersvorsorge: Renteninformation weist Bruttowerte aus Wie hoch wird meine Rente voraussichtlich sein? Das fragen sich viele und schauen ratlos auf ihre Renteninformation. Welche Angaben diese enthält, erklärt die Deutsche Rentenversicherung Bund.