Pakete nicht einfach abstellen

04.05.2020
Online-Bestellungen sind in diesen Tagen beliebt. Doch die Regelungen rund um die Corona-Pandemie hat auch die Paketzustellung verändert. Was Verbraucher wisse müssen.
Bei einigen Paketlieferdiensten können Empfänger einen gewünschten Ablageort angeben, an dem die Paketboten die Sendung hinterlegen können. Foto: Oliver Berg/dpa/dpa-tmn
Bei einigen Paketlieferdiensten können Empfänger einen gewünschten Ablageort angeben, an dem die Paketboten die Sendung hinterlegen können. Foto: Oliver Berg/dpa/dpa-tmn

Düsseldorf (dpa/tmn) - Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Zustellung von Paketen. Um eine Infektion mit dem Corona-Erreger zu vermeiden, haben Paketdienstleister ihre Liefergepflogenheiten umgestellt. Päckchen und Pakete sollen möglichst kontaktlos zugestellt werden.

Allerdings dürfen die Sendungen nicht einfach im Hausflur oder im Garten abgestellt werden, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Auch bei kontaktloser Übergabe müssten die Paketzusteller dafür sorgen, dass Pakete unter Aufsicht zugestellt werden. Bei Verlust oder Beschädigung der bestellten Ware bleiben Empfänger sonst auf dem Schaden sitzen

Abstellerlaubnis erteilen

Eine Möglichkeit, den persönlichen Kontakt mit Paketboten ganz zu umgehen, ist, eine Abstellerlaubnis zu erteilen. Bei einigen Paketlieferdiensten können Empfänger einen gewünschten Ablageort angeben, an dem die Paketboten die Sendung hinterlegen können.

Hierzu benötigt der Paketdienstleister jedoch eine schriftliche Genehmigung. Bei einigen Anbietern ist es möglich, diese online zu vergeben. Empfänger sollten beachten, dass mit der Ablage am vereinbarten Ort die Haftung für das Paket auf sie übergeht.

Schäden am besten sofort anzeigen

Offensichtliche Schäden an den Paketen müssen dem Lieferanten und dem Händler sofort angezeigt werden. Entdecken Kunden einen Reklamationsgrund erst nach dem Auspacken, müssen sie den Schaden innerhalb von sieben Tagen beim Lieferdienst melden. Kommt eine bestellte Lieferung auch nach Ablauf der Frist tage- oder wochenlang nicht an, ist immer der Händler der erste Ansprechpartner. Denn dieser trägt das Transportrisiko.

Info-Portal der Verbraucherzentralen


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wenn Pakete zu spät oder beschädigt ankommen, ist die Freude der Kunden schnell getrübt. Foto: Rainer Jensen/dpa-tmn Ärger mit dem Paketdienst: Was bei Schäden und Verlust gilt Die Pappe zerschlissen, der Inhalt verbeult - wenn Pakete beschädigt ankommen, ist der Ärger groß. Das gilt umso mehr, wenn sie gar nicht ankommen. Was können Verbraucher in solchen Fällen tun?
Wer will, das die Weihnachtspost rechtzeitig ankommt, sollte besonders gut auf die richtige Beschriftung achten und die Paketnummer zur Nachverfolgung notieren. Foto: Kai Remmers Wie Pakete richtig ankommen Weihnachtsgeschenke im Internet zu bestellen, ist manchmal eine heikle Sache. Denn treffen sie nicht rechtzeitig ein, ist der Ärger groß. Doch wer beim Bestellen sorgfältig vorgeht, kann dem vorbeugen.
Wer haftet, wenn ein Paket beim Nachbarn abgeliefert und anschließend verloren geht oder beschädigt wird, ist rechtlich nicht eindeutig. Foto: Uli Deck/dpa Wenn das Paket beim Nachbarn landet Wer tagsüber arbeitet, ist fast nie zu Hause, wenn ein Paket geliefert wird. Landet die Bestellung beim Nachbarn, hat das allerdings einige Tücken.
Zollgebühren auf Geschenkpakete aus dem Ausland sind für die Empfänger ärgerlich. Sie dürfen jedoch auf Kulanz der Logistik-Dienstleister hoffen, wenn sie sich bei ihnen beschweren. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa Zollgebühren auf Geschenkpaket aus dem Ausland: Was tun? Über Geschenke freut sich jeder. Kommen sie aber per Paket aus dem Ausland, entstehen für den Empfänger ab einem bestimmten Wert Zollgebühren. Das ist ärgerlich, doch es gibt eine Möglichkeit, wie man dieses Geld spart.