Nachhaltige Banken im Vergleich

17.12.2018
Durch viele Entscheidungen können Verbraucher für Nachhaltigkeit sorgen. So auch mit der Wahl des Bankkontos. Doch welche Bank muss ich wählen, damit mein Geld nicht für Atom- und Waffengeschäfte oder Nahrungsmittelspekulationen eingesetzt wird?
Nachhaltige Banken investieren beispielweise in erneuerbare Energien. Foto: Patrick Seeger
Nachhaltige Banken investieren beispielweise in erneuerbare Energien. Foto: Patrick Seeger

Bremen (dpa/tmn) - Mit dem Bankkonto die Welt ein Stück besser machen: Diese Hoffnung wecken nachhaltige oder ökologische Banken. In ihrem Angebot unterscheiden sich solche Institute kaum von anderen Banken, erklärt die Verbraucherzentrale Bremen.

Auch sie bieten in der Regel Girokonten oder Sparanlagen an und vergeben Konsumentenkredite. Allerdings schließen nachhaltige Banken Geschäfte mit bestimmten Unternehmen aus, etwa mit Waffenproduzenten.

Wichtig zu beachten: Die Kriterien sind dabei von Institut zu Institut unterschiedlich, erklären die Verbraucherschützer. Zwar haben 14 Banken in Deutschland für ihre Eigenanlagen und die Kreditvergabe ethische-ökologische Kriterien, darunter acht Kreditinstitute mit kirchlichen Wurzeln. Nur sieben davon schließen aber Investitionen in fossile Energieträger konsequent aus. Und für zwei Banken ist die Atomindustrie kein Ausschlusskriterium. Kunden sollten prüfen, ob die angewendeten Kriterien auch ihren eigenen Vorstellungen entsprechen.

Übersicht über Anlagekriterien nachhaltiger Banken

Infos der Verbraucherzentrale zu ökologischen Banken


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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