Mehr Netto pro Monat - Ehepartner wählen Steuerklasse

16.12.2015
Je nach Steuerklasse bleibt mehr Netto vom Brutto. Für Verheiratete oder eingetragene Lebenspartner gibt es verschiedene Varianten. Unter bestimmten Vorraussetzungen dürfen sie wählen.
Das Finanzamt stuft Verheiratete in die Klasse IV ein. Nicht immer ist das die beste Wahl. Foto: Andrea Warnecke
Das Finanzamt stuft Verheiratete in die Klasse IV ein. Nicht immer ist das die beste Wahl. Foto: Andrea Warnecke

Berlin (dpa/tmn) - Eheleute und eingetragene Lebenspartner können wählen, welcher Einkommensteuerklasse sie angehören möchten - wenn beide Arbeitnehmer sind. Dabei kann im Monat für die Partner ein höheres Nettogehalt herausspringen.

Demnach gibt es drei verschiedene Optionen. Darauf weist Constanze Grüning vom Bund der Steuerzahler hin und beruft sich auf ein Merkblatt des Bundesfinanzministeriums (BMF).

Erste Variante: Beide Partner wählen die Steuerklasse 4. Zweite Variante: Sie entscheiden sich dafür, dass ein Partner die Steuerklasse 3 und der andere die Klasse 5 nimmt.

Dritte Variante: Das Finanzamt kann ihnen die Steuerklassenkombination 4 mit Faktor zuweisen - durch dieses Verfahren kann der monatliche Lohnsteuerabzug sehr genau erfolgen.

Je nachdem welche Steuerklassenkombination die Ehegatten wählen, kann es mit dem Steuerbescheid zu Erstattungen, Nachzahlungen und eventuell auch zur Festsetzung von Vorauszahlungen kommen. Auf die tatsächlich zu zahlende Jahressteuer hat die Wahl der Steuerklassen jedoch keinen Einfluss.

Die Wahl der Steuerklassen kann sich jedoch auf den monatlichen Nettolohn auswirken sowie die Höhe von Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld I, Krankengeld und Mutterschafts- oder Elterngeld. Das Merkblatt der Finanzverwaltung enthält Tabellen. Daraus ist ersichtlich, bei welcher Steuerklassenkombination, die Partner jeweils die geringste Lohnsteuer entrichten müssen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Ehepaare können ihr Elterngeld erhöhen, wenn sie die Steuerklassen wechseln. Dabei sollten sie jedoch beachten, dass ein Wechsel nur einmal gestattet wird. Foto: Christoph Schmidt/dpa Steuerklassenwechsel ist nur einmal im Jahr möglich Für Ehepaare ist es oft ein Vorteil, das geringere Einkommen höher zu besteuern. Wer einen Wechsel der Steuerklassen plant, sollte aber mehrere Faktoren bedenken. Denn möglich ist dieser nur einmal im Jahr.
Laut Bundesfinanzhof können offene Kirchensteuern eines Verstorbenen als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Foto: Frank Leonhardt/dpa Nachgezahlte Kirchensteuern mindern Steuern beim Erben Der Nachlass verstorbener Menschen bereitet den Erben normalerweise keine großen Probleme. Das sieht anders aus, wenn sie offene Steuern übernehmen müssen. Doch zum Glück gibt es die Möglichkeit, diese Forderungen zu minimieren.
Vor Weihnachten sammeln viele Organisationen Spenden. Foto: Caroline Seidel Was Verbraucher beim Spenden wissen müssen Weihnachtszeit ist Spendenzeit. Viele Organisationen bitten derzeit um Unterstützung. Eine Studie zeigt aber: Nicht immer können Spender erkennen, was mit ihrem Geld passiert. Daher sollten sie vor der Gabe genau hinschauen.
Vergünstigtes Kantinenessen oder eine freie Unterkunft tauchen in der Lohnabrechnung als Sachbezugswerte auf. Die Werte werden regelmäßig an die Verbraucherpreise angepasst. Foto: Arno Burgi/dpa Verbilligtes Essen für Arbeitnehmer: Sachbezugswerte steigen Die Sachbezugswerte wie Kost und Logi werden regelmäßig an die Verbraucherpreise angepasst. Auch im kommenden Jahr steigen die Werte für Verpflegung und Unterkunft.