Mehr Informationen bei Abschluss von Versicherungen

07.12.2018
Wie hoch sind die Prämien, welche Risiken gibt es und wie lang ist die Laufzeit? Die wichtigsten Informationen zu einem Versicherungsprodukt sollen Verbraucher künftig auf einem Blick erhalten.
Verbraucher sollen künftig besser über ein Versicherungsprodukt informiert werden. Versicherer müssen dabei eine klare und nicht irreführende Sprache verwenden. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Verbraucher sollen künftig besser über ein Versicherungsprodukt informiert werden. Versicherer müssen dabei eine klare und nicht irreführende Sprache verwenden. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Düsseldorf (dpa/tmn) - Verbraucher sollen beim Abschluss einer neuen Haftpflicht-, Hausrat- oder Berufsunfähigkeitsversicherung 2019 einen besseren Überblick bekommen.

Nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalensind Versicherer ab Januar verpflichtet, Kunden rechtzeitig vor der Unterschrift auf maximal drei Seiten über die Art der Versicherung, den Umfang der gedeckten Risiken, Prämien und deren Zahlungsweise sowie über Ausschlüsse zu informieren. Auch Laufzeit sowie Anfangs- und Enddatum des Vertrags müssen angegeben werden. Ebenso sind die Pflichten des Kunden aufzuführen, um Schäden vom Versicherer erstattet zu bekommen.

Laut den rechtlichen Vorgaben müssen Versicherungen in den Dokumenten eine klare und nicht irreführende Sprache verwenden. Außerdem sollen dem Kunden vorangestellte Bildsymbole wie zum Beispiel grüne Häkchen an den entscheidenden Stellen deutlich signalisieren, wo sich die wichtigsten Informationen des Versicherungsprodukts befinden. Die neuen Vorgaben gelten nach Angaben der Verbraucherschützer für alle Sparten, die keine Versicherungsanlageprodukte sind.

Infos der VZ NRW


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Viele Kunden zeigten sich 2016 unzufrieden mit der Versicherung. 500 Fälle landeten beim Ombudsmann. Foto: Jens Büttner Ärger über Versicherungen: Tausende Beschwerden von Kunden Immer wieder sind Kunden unzufrieden mit ihrer Versicherung. Viele Fälle landen bei der Finanzaufsicht oder beim Ombudsmann. Vor allem zwei Themen sorgten in diesem Jahr für Ärger.
Die BaFin nahm 2017 Tausende Beschwerden von Versicherten entgegen. Foto: Arne Dedert/dpa Tausende Kunden beschwerten sich 2017 über ihre Versicherung Ärger mit der KfZ-Versicherung, der Krankenversicherung oder der Lebensversicherung: Die Finanzaufsicht und der Versicherungs-Ombudsmann hatten viel zu tun.
Einmal im Jahr müssen Lebensversicherungen ihre Kunden über die Entwickulung der Policen informieren. Laut einer Studie erfüllen diese Schreiben meist die Mindestanforderungen. Foto: Armin Weigel Verbraucher erhalten bessere Infos über Lebensversicherungen Ist mein Geld für die private Altersvorsorge gut und sicher angelegt? Einmal jährlich informieren Lebensversicherer ihre Kunden über die Entwicklung der Police. Hier gibt es einige Fortschritte.
Sorgenkind Lebensversicherung: Der Garantiezins bei Neuverträgen sollte laut DAV nicht unter 0,9 Prozent sinken. Foto: Jens Büttner/dpa Garantiezins für Lebensversicherung soll stabil bleiben Die langfristige Zinszusage gilt als Verkaufsargument für klassische Lebensversicherungen. Erst zum Jahreswechsel wurde der Garantiezins erneut gesenkt. Wie geht es 2018 weiter?