Leerstand begründet Grundsteuer-Erlass

23.12.2015
Findet ein Vermieter keinen Mieter für seine Immobilie, kann er einen Grundsteuer-Erlass beantragen. Hierfür sind allerdings ein paar Dinge zu beachten. Zum Beispiel sollten Vermieter alle Versuche dokumentieren, mit denen sie einen Mieter gesucht haben.
Leerstand: Gelingt es einem Vermieter nicht, einen Mieter zu finden, kann er einen Grundsteuer-Erlass beantragen. Foto: Ralf Hirschberger
Leerstand: Gelingt es einem Vermieter nicht, einen Mieter zu finden, kann er einen Grundsteuer-Erlass beantragen. Foto: Ralf Hirschberger

Berlin (dpa/tmn) - Auch wenn sich der Vermieter wirklich bemüht: Nicht immer gelingt es ihm, einen Mieter für seine Immobilie zu finden. Steht ein Haus oder eine Wohnung längere Zeit leer, kann er immerhin Grundsteuern sparen.

Vorausgesetzt, er konnte die Immobilie ohne eigenes Verschulden nicht vermieten. Für das Jahr 2015 muss er spätestens bis zum 31. März 2016 einen Antrag auf Erlass der Grundsteuer bei der zuständigen Behörde einreichen. Darauf macht Constanze Grüning vom Steuerzahlerbund aufmerksam.

Wenn der Ertrag der Immobilie sich wesentlich gemindert hat, können Vermieter beantragen, dass ihnen ein Teil der Grundsteuer erlassen wird. Konkret heißt das: Wenn er um mehr als 50 Prozent gesunken ist, ist ein 25-prozentiger Grundsteuererlass möglich. Sollte der Vermieter gar keine Mieteinnahmen in einem Jahr gehabt haben, kann er unter Umständen einen Erlass von der Hälfte der Grundsteuer beantragen.

Wichtig ist dabei: Der Vermieter muss nachweisen, dass er ernsthaft nach Mietern gesucht hat - etwa, indem er entsprechende Anzeigen in Zeitungen oder im Internet geschaltet oder einen Makler beauftragt hat. Alle Versuche sollte er sorgfältig dokumentieren, rät der Bund der Steuerzahler. Denn die Behörde stellt an den Nachweis hohe Anforderungen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Ehepaare können ihr Elterngeld erhöhen, wenn sie die Steuerklassen wechseln. Dabei sollten sie jedoch beachten, dass ein Wechsel nur einmal gestattet wird. Foto: Christoph Schmidt/dpa Steuerklassenwechsel ist nur einmal im Jahr möglich Für Ehepaare ist es oft ein Vorteil, das geringere Einkommen höher zu besteuern. Wer einen Wechsel der Steuerklassen plant, sollte aber mehrere Faktoren bedenken. Denn möglich ist dieser nur einmal im Jahr.
Laut Bundesfinanzhof können offene Kirchensteuern eines Verstorbenen als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Foto: Frank Leonhardt/dpa Nachgezahlte Kirchensteuern mindern Steuern beim Erben Der Nachlass verstorbener Menschen bereitet den Erben normalerweise keine großen Probleme. Das sieht anders aus, wenn sie offene Steuern übernehmen müssen. Doch zum Glück gibt es die Möglichkeit, diese Forderungen zu minimieren.
Vor Weihnachten sammeln viele Organisationen Spenden. Foto: Caroline Seidel Was Verbraucher beim Spenden wissen müssen Weihnachtszeit ist Spendenzeit. Viele Organisationen bitten derzeit um Unterstützung. Eine Studie zeigt aber: Nicht immer können Spender erkennen, was mit ihrem Geld passiert. Daher sollten sie vor der Gabe genau hinschauen.
Vergünstigtes Kantinenessen oder eine freie Unterkunft tauchen in der Lohnabrechnung als Sachbezugswerte auf. Die Werte werden regelmäßig an die Verbraucherpreise angepasst. Foto: Arno Burgi/dpa Verbilligtes Essen für Arbeitnehmer: Sachbezugswerte steigen Die Sachbezugswerte wie Kost und Logi werden regelmäßig an die Verbraucherpreise angepasst. Auch im kommenden Jahr steigen die Werte für Verpflegung und Unterkunft.