In welcher Region Deutschlands Rentner am günstigsten leben

26.05.2020
Wie viel sich Menschen im Ruhestand leisten können, hängt nicht nur von der Höhe der Rente ab. Entscheidend kann auch der Wohnort sein. Eine Untersuchung zeigt, wo Rentner am besten auf ihre Kosten kommen.
In Südbrandenburg haben Rentner im Bundesvergleich die höchste Kaufkraft. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
In Südbrandenburg haben Rentner im Bundesvergleich die höchste Kaufkraft. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Berlin (dpa) - Nirgendwo in Deutschland ist das Leben für Rentner laut einer Untersuchung so günstig wie im Landkreis Elbe-Elster in Südbrandenburg. So haben demnach 1000 Euro für Rentner in München - dem teuersten Altersruhesitz - eine Kaufkraft von 760 Euro.

Im Kreis Elbe-Elster - dem günstigsten Wohnort - liegt der reale Wert dagegen bei 1160 Euro, wie eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos für den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft ergab. Bundesweit variiere die Kaufkraft regional um bis zu 52 Prozent.

Für die Auswertung hat das Institut die Lebenshaltungskosten der Rentner in 401 Kreisen und kreisfreien Städten verglichen. Dafür wurde die Gewichtung des allgemeinen Warenkorbs des Statistischen Bundesamtes an das Konsumverhalten der über 65-Jährigen angepasst. Gesundheitsausgaben und Mieten haben in dieser Altersgruppe demnach ein höheres Gewicht. Kosten für Bildung spielen eine geringere Rolle.

Teurere Gegenden müssten jedoch nicht zwangsläufig unattraktiver sein, da dort Löhne und auch Renten tendenziell höher seien als in günstigeren Regionen, sagte Studienautor Heiko Burret. Generell sei der wirtschaftsstarke Süden der Republik eher kostenintensiv: Gleich 40 der 50 teuersten Regionen verteilten sich auf Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Preiswert sei das Rentnerleben dagegen meist in Nord- und Ostdeutschland.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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