Bundesbürger halten sich von Aktien fern

28.01.2019
Nach wie vor misstrauen die meisten Deutschen dem Aktienmarkt und halten sich lieber an herkömmliche Anlageformen. Und das, obwohl eine Vermögensanreicherung im Vergleich deutlich höher ausfallen kann.
Geld in Aktien zu investieren, zieht ein Großteil der Deutschen nicht für sich in Betracht. Foto: Frank Rumpenhorst
Geld in Aktien zu investieren, zieht ein Großteil der Deutschen nicht für sich in Betracht. Foto: Frank Rumpenhorst

Berlin (dpa/tmn) - Das Interesse vieler Bundesbürger an Aktien als Geldanlage ist offenbar gering. Einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Kantar zufolge haben in den vergangenen Jahren nur 12 Prozent eine entsprechende Anlage in Betracht gezogen.

Für die restlichen 88 Prozent war diese Anlageform offenbar kein Thema, zeigt die Umfrage im Auftrag des Deutschen Aktieninstituts und der Börse Stuttgart.

Dabei stieg allein der Deutsche Aktienindex Dax seit Ende 2008 von 4810 Punkte bis Mitte Dezember 2018 auf 10.866 Punkte. Das entspricht einer jährlichen Wertentwicklung von rund 8,5 Prozent. Wer vor 10 Jahren 10.000 Euro in Aktien angelegt hätte, hätte den Angaben zufolge ein Vermögen von rund 22.600 Euro. Das Sparbuch hätte bei einer unterstellten Durchschnittsverzinsung von 2 Prozent im selben Zeitraum zu einem Vermögen von 12.200 Euro geführt.

Die Studie aus dem dritten Quartal 2018 basiert auf einer repräsentativen telefonische Umfrage unter 2003 Menschen im Alter ab 18 Jahren. Unter den Befragten waren 283 Aktionäre (14 Prozent) und 1720 Nicht-Aktienbesitzer (86 Prozent).

Pressemitteilung des DAI


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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