Bestattungsangebote auf Vollständigkeit prüfen

09.09.2020
Bestattungsunternehmen sollten Kunden eigentlich ein vollständiges Angebot vorlegen. Doch in der Praxis ist das nicht immer der Fall. Was Kunden beachten sollten.
Die Kosten für eine Beerdigung sind nicht immer vollständig aufgelistet. Ein genauer Blick auf das Angebot ist deshalb wichtig. Foto: Sebastian Willnow/dpa-tmn
Die Kosten für eine Beerdigung sind nicht immer vollständig aufgelistet. Ein genauer Blick auf das Angebot ist deshalb wichtig. Foto: Sebastian Willnow/dpa-tmn

Königswinter (dpa/tmn) – Hinterbliebene sollten die Angebote von Bestattern vor der Unterschrift prüfen. Der Grund: Nicht immer sind auch alle Kosten enthalten, erklärt die Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas. Das gilt insbesondere bei auf den ersten Blick besonders günstigen Pauschalangeboten.

Beispiele: Bei manchen Offerten sind Kosten für die Einäscherung enthalten, bei anderen nicht. Gleiches gilt für Überführung des Leichnams, Schmuckurnen, Gebühren für die Grabstätte und verschiedene weitere Kostenpunkte. Nicht unterschlagen werden darf auch die anfallende Umsatzsteuer.

Kunden sollten Angebote erst bestätigen, wenn alle offenen Fragen geklärt und sämtliche Kostenpunkte abgesprochen sind. Hilfreich ist es, wenn eine zweite, von der Trauer weniger belastete Person das Angebot in Augenschein nimmt. Ratsam ist es auch, mehrere Angebote zum Preis- und Leistungsvergleich einzuholen.

© dpa-infocom, dpa:200908-99-477617/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN

Passende Anbieter

Das könnte Sie auch interessieren
Suchen Verbraucher in Vergleichportalen nach einem Bestatter, sollten sie das Angebot genau prüfen. Foto: Sophia Kembowski/dpa Bestatter online finden: Darauf sollten Angehörige achten Selbst für Bestattungen lassen sich die Preise im Internet vergleichen. Und auch da lauern Fallstricke. So musste der Bundesgerichtshof nun über ein lückenhaftes Angebot urteilen. Darüber hinaus sollten Angehörige die Offerten genau vergleichen - so sollten sie vorgehen.
Muss man sich bei seiner Bank als Erbe ausweisen, ist laut Rechtsprechung dazu kein Erbschein notwendig. Foto: Jens Kalaene Bank darf keine Extra-Gebühr für Erbauszahlung fordern Um ererbtes Geld auf das eigene Konto überweisen zu lassen, muss sich der Erbe als solcher ausweisen. Dazu ist laut Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes aber kein Erbschein notwendig.
Verstorbene werden in Deutschland von Ärzten untersucht, in der Regel daheim. Die Gebühren für die Leichenschau sind 2020 gestiegen. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa-tmn Leichenschau wird teurer Mit einer Leichenschau haben die meisten Menschen in ihrem Leben nur selten zu tun. Kein Wunder, wenn dann nicht klar ist, wie viel sie dafür zahlen müssen. Was sich hinter den Posten verbirgt.
Minderjährige, die Schulden erben, können die Erbschaft ausschlagen. Ein Familiengericht darf ihnen dies nicht versagen. Foto: Jens Büttner Erbausschlagung eines Kindes darf nicht verwehrt werden Nicht nur Vermögen, sondern auch Schulden können vererbt werden. Jedoch haben Angehörige auch die Möglichkeit, das Erbe auszuschlagen. Vor allem wenn sie noch Minderjährig sind. Das zeigt ein Urteil des Oberlandgerichts Zweibrücken.