Bareinzahlung bei Direktbanken hat Hürden

17.01.2020
Geld wechselt heute vor allem per Überweisung den Besitzer - doch hin und wieder muss Bares auf ein Konto eingezahlt werden. Bei Direktbanken ist das nicht ganz einfach, zeigt ein Test.
Manch einer will am Automat kein Geld abheben, sondern einzahlen - für Kunden von Direktbanken ist das nicht immer ganz einfach. Foto: Till Simon Nagel/dpa-tmn
Manch einer will am Automat kein Geld abheben, sondern einzahlen - für Kunden von Direktbanken ist das nicht immer ganz einfach. Foto: Till Simon Nagel/dpa-tmn

Düsseldorf (dpa/tmn) - Direktbanken werben oft mit einem kostenlosen Girokonto und gebührenfreiem Abheben am Automaten - doch die Einzahlung von Bargeld ist nicht einfach und teils teuer.

Zu diesem  Ergebnis kommt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nach einer Stichprobe bei 15 Banken. Darunter waren 6 Direktbanken und 9 Filialbanken, über die Geld auf ein Direktbankkonto eingezahlt wurde.

Verbraucher sollten zum Beispiel prüfen, ob sich in ihrem Heimatort überhaupt ein Geldautomat befindet, über den sich Bargeld kostenlos auf das eigene Konto einzahlen lässt. Denn das Netz ist bei einigen Anbietern bundesweit ziemlich ausgedünnt. Oder aber Geld kann zwar bei einer größeren Partnerbank eingezahlt werden - teils aber nur gegen Gebühren oder kostenlos nur maximal dreimal im Jahr.

Darüber hinaus gibt es zum Beispiel noch die Variante, Bargeld etwa in Supermärkten und Drogerien auf das Direktbankkonto einzuzahlen. Bei etwas größeren Summen fällt aber eine prozentuale Gebühr an.

Wer zu einer fremden Filialbank geht, um dort Geld auf sein  Direktbankkonto einzuzahlen, muss nach den Erfahrungen der Verbraucherschützer mit Gebühren rechnen. Oder sogar damit, dass die Bank die Einzahlung generell verweigert.

Fazit des Tests: Die Verbraucherzentrale rät allen, die ihr Girokonto bei einer Direktbank führen wollen, die Konditionen für Bareinzahlungen kritisch zu prüfen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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