VW elektrisiert den Golf

26.08.2020
Ihren rein elektrischen Golf haben die Wolfsburger zugunsten des kompakten Elektroautos ID3 gestrichen. Ganz auf Elektromobilität müssen Golf-Käufer aber nicht verzichten.
Elektrifiziertes Dreigestirn: Volkswagen lässt den Golf als eTSI mit Mild-Hybrid und mit Plug-in-Hybrid als eHybrid sowie GTE antreten (von links nach rechts). Foto: Volkswagen AG/dpa-tmn
Elektrifiziertes Dreigestirn: Volkswagen lässt den Golf als eTSI mit Mild-Hybrid und mit Plug-in-Hybrid als eHybrid sowie GTE antreten (von links nach rechts). Foto: Volkswagen AG/dpa-tmn

Wolfsburg (dpa/tmn) - VW elektrisiert den Golf: Während die Niedersachsen mit dem reinen E-Auto ID3 gerade gegen Tesla & Co starten, geht die neue Zeit auch am Bestseller in der Kompaktklasse nicht vorbei. Zwar wurde der E-Golf mit ausschließlich elektrischem Antrieb beim Generationswechsel gestrichen.

Doch verspricht VW mit den neuen Plug-in-Hybriden immerhin bis zu 80 Kilometer lokal emissionsfreie Fahrt. Angeboten wird der Golf mit Steckdosenanschluss dafür laut Hersteller ab September in zwei Leistungsstufen als eHybrid mit 150 kW/204 PS für 39 781 Euro oder als GTE. Dann kommt das Doppel aus Benziner und Stromer auf eine Systemleistung von 180 kW/245 PS, kostet aber dafür 41 667 Euro.

Bis zu 80 Kilometer rein elektrische Reichweite

Technisch identisch und nur mit einer anderen Software ausgestattet, fahren beide Plug-in-Hybriden mit einem 1,5 Liter großen Benziner von 110 kW/150 PS, der mit einem bis zu 80 kW/110 PS starken E-Motor gekoppelt ist. Gespeist wird er aus einer Batterie, die mit 13 kWh fast doppelt so viel Kapazität bietet wie beim Vorgänger.

Mit 3,6 kW Wechselstrom binnen gut 3,5 Stunden vollgeladen, ermöglicht sie eine elektrische NEFZ-Reichweite von 80 Kilometern im e-Hybrid und 62 Kilometern im GTE. Dabei erreicht der schwächere Plug-in laut VW bis zu 220, der GTE maximal 225 km/h. Den Verbrauch gibt VW mit 1,2 und 1,7 Litern an (28 und 38 g/km CO2).

Mit elektrischer Hilfe ohne Stecker

Kurz danach bringt VW auch die ersten Mild-Hybriden in den Golf. Ausgestattet mit einem elektrischen Starter-Generator können sie zwar nicht rein elektrisch fahren. Doch soll der elektrische Hilfsmotor beim Beschleunigen unterstützen, die Start-Stopp-Phasen verlängern und beim Bremsen mehr Energie zurückgewinnen.

Angeboten wird die Technik zu einem noch nicht genannten Preis im Golf 1.0 eTSI mit einem 1,0 Liter großen und 81 kW/110 PS starken Dreizylinder sowie im Golf 1.5e TSI, der mit einem Vierzylinder von 1,5 Litern und 110 kW/150 PS fährt. Bis zu 224 km/h schnell, verbrauchen die Motoren laut VW im Mittel 4,3 und 4,6 Liter (98 und 106 g/km CO2).

© dpa-infocom, dpa:200826-99-312771/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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