Unvorsichtig überholt: Haftung bei Auffahrunfall

13.05.2016
Bei einem Auffahrunfall ist längst nicht immer der Fahrer des auffahrenden Wagens schuld. Das zeigt ein verhandelter Fall, in dem ein Fahrer durch ein riskantes Überholmanöver auf der Autobahn den Schaden verursachte.
Wer auf der Autobahn überholen will, muss sorgfältig auch auf hinter ihm fahrende Autos achten. Bei einem Auffahrunfall haftet der Überholende, wenn er zu unvorsichtig gehandelt hat, wie ein verhandelter Fall beim Oberlandesgericht Rostock zeigte. Foto: Marcus Führer
Wer auf der Autobahn überholen will, muss sorgfältig auch auf hinter ihm fahrende Autos achten. Bei einem Auffahrunfall haftet der Überholende, wenn er zu unvorsichtig gehandelt hat, wie ein verhandelter Fall beim Oberlandesgericht Rostock zeigte. Foto: Marcus Führer

Berlin (dpa/tmn) - Wer beim Überholen auf der Autobahn nicht auf nachfolgende Fahrzeuge achtet und andere gefährdet, haftet im Zweifel bei einem Auffahrunfall. Das lässt sich aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Rostock schließen.

Im verhandelten Fall, auf den die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hinweist, wollte ein Autofahrer auf der Autobahn auf die linke Spur wechseln, um ein anderes Auto zu überholen. Ein nachfolgendes Auto fuhr auf den Überholenden auf.

Der Überholende musste den Schaden alleine tragen. Das Gericht (Az.: 5 U 67/14) urteilte, dass er das rückwärtige Auto hätte erkennen und den Überholvorgang abbrechen müssen, um den anderen Fahrer nicht zu gefährden. Den Auffahrenden traf keine Mitschuld, da er nicht schneller als die Richtgeschwindigkeit gefahren war.

Anwaltauskunft Verkehrsrecht


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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