Toyota RAV4 bekommt Plug-in-Antrieb

15.09.2020
Noch im Herbst will Toyota den RAV auch mit Plug-in-Antrieb verkaufen. Damit soll der Konkurrent von VW Tiguan und Hyundai Tucson bis zu 75 Kilometer rein elektrisch fahren.
Japanischer Leisetreter: Rein elektrisch soll der Toyota RAV4 mit Plug-in-Hybrid bis zu 75 Kilometer weit kommen. Foto: Toyota/dpa-tmn
Japanischer Leisetreter: Rein elektrisch soll der Toyota RAV4 mit Plug-in-Hybrid bis zu 75 Kilometer weit kommen. Foto: Toyota/dpa-tmn

Köln (dpa/tmn) - Toyota legt sein erfolgreichstes SUV an die Leine und bietet den RAV4 jetzt auch als Plug-in-Hybrid an. Als Teilzeitstromer kostet das SUV mindestens 46 293 Euro und kommt noch in diesem Herbst in den Handel, teilte der Hersteller mit.

Wo der schon bisher ausschließlich als Hybrid angebotene RAV4 nur wenige Kilometer bei moderater Geschwindigkeit elektrisch fahren kann, ist das Modell auf längere Strecken im E-Modus ausgelegt: Es erreicht laut Toyota ohne den Verbrenner bis zu 135 km/h und kommt auf einen Reichweite von bestenfalls 75 Kilometer.

Möglich machen das ein Lithium-Ionen-Akku mit 18,1 kWh und gleich zwei E-Motoren - einer mit 134 kW/182 PS an der Vorder- und einer mit 40 kW/109 PS an der Hinterachse. Beim Verbrenner setzt Toyota auf den bekannten 2,5-Liter-Vierzylinder mit 136 kW/185 PS. Daraus ergibt sich dem Hersteller zufolge eine Systemleistung von 225 kW/306 PS, die den Plug-in zum bislang stärksten RAV4 macht.

Entsprechend rasant beschleunigt er mit vereinten Kräften in 6,0 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, wird aber bei 180 km/h elektronisch begrenzt. Den Verbrauch gibt Toyota mit 1,0 Litern an, den CO2-Ausstoß mit 22 g/km. Das gelingt im Alltag aber allenfalls mit vollgeladener Batterie. Und das braucht Geduld: An der Haushaltssteckdose zapft der RAV4 dafür 4,5 Stunden lang.

© dpa-infocom, dpa:200915-99-575331/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Japanischen Luxus lancierte Toyota in Europa mit seiner Nobeltochter Lexus bereits 1990. Foto: Toyota Neue Autos brauchen neue Marken: Das Phänomen der Submarken Mit neuen Marken versuchen traditionelle Autohersteller, neue Kunden zu erreichen. Der Trend geht dabei ein Stück weit weg vom Auto - hin zu Mobilität generell.
Fürs urbane Umfeld entwickelt: Wie es aber mit dem knubbeligen e.GO Life weitergeht, ist noch ungewiss. Foto: e.GO Mobile AG/dpa-tmn Mini-E-Mobile für die Stadt 70 Kilometer Reichweite und gerade mal 45 km/h: Tesla-Fahrer mögen darüber lachen. Doch mehr braucht es nicht in der Stadt. Können Mini-Autos E-Mobilität auch ohne Förderung halbwegs bezahlbar machen?
Wer mit dem E-Tretroller im öffentlichen Straßenverkehr fahren will, braucht ein Versicherungskennzeichen zum Aufkleben. Foto: Elke A. Jung-Wolff/GDV/dpa-tmn Alles über die neuen E-Tretroller Künftig dürfen Elektro-Tretroller in Deutschland im Straßenverkehr fahren. Aber nicht jedes Modell bekommt eine Zulassung. Worauf müssen Käufer achten, um legal und sicher zu rollern?
Technologieträger: Die elektrische Studie «e.home» vom Hersteller Dethleffs feiert auf dem Caravan Salon Düsseldorf Premiere. Foto: Dethleffs/dpa-tmn «Derzeit alternativlos» - Camper setzen voll auf Diesel Bei Reisemobilen gelten die drehmomentstarken Dieselmotoren aktuell noch als «alternativlos». Allerdings gewinnt die E-Mobilität auch hier an Einfluss - wie eine Studie auf dem Caravan Salon in Düsseldorf zeigt.