Platzregen beim Motorradfahren: Tempo runter und rund fahren

16.04.2021
Frühling - das bedeutet nicht nur warme Temperaturen und eitel Sonnenschein. Mitunter schlägt das Wetter schlagartig um. Was ist auf dem Motorrad zu beachten, wenn eine Regendusche einsetzt?
Land unter: Ein Wolkenbruch im Frühling kann auch Motorradfahrer überraschen - sie sollten dann nur unter extremer Vorsicht weiterfahren. Foto: Wolfgang Kumm/dpa/dpa-tmn
Land unter: Ein Wolkenbruch im Frühling kann auch Motorradfahrer überraschen - sie sollten dann nur unter extremer Vorsicht weiterfahren. Foto: Wolfgang Kumm/dpa/dpa-tmn

Essen (dpa/tmn) - Auch wenn der Wetterbericht noch so gut war: Ein Platzregen kann Motorradfahrer besonders im Frühling immer mal wieder überraschen. Dann sind höchste Aufmerksamkeit und Konzentration gefragt, teilt das Institut für Zweiradsicherheit (ifz) mit. Tempo rauszunehmen und es an die Sicht anzupassen, sind für Biker die ersten Maßnahmen. Am besten warten sie den Wolkenbruch in einer geschützten Position etwa auf einem Parkplatz ab.

Ansonsten geht es besser nur extrem vorsichtig weiter. Der Fahrstil sollte nun noch runder werden, sprich nicht stark Gas geben, mit wenig Schräglage in die Kurven gehen und sensibel mit der Bremse umgehen. Noch mehr Abstand schafft Sicherheitsreserven, da sich der Bremsweg auf nassen Straßen verlängert. Kanaldeckel, Metallplatten und Streifen aus Bitumen werden nun gefährlich glatt. Vorsicht gilt aber auch schon auf den Markierungen der Fahrbahn. Windböen können sich ebenfalls zum Platzregen gesellen.

Für Biker auf der Autobahn gilt: Es ist laut ifz keine gute Idee, den Wolkenbruch unter einer Brücke abzuwarten. Auch ein heftiger Regenschauer ist demnach weder verkehrsrechtlich ein Notfall noch ein zwingender Grund, um auf dem Standstreifen anzuhalten. Außerdem sei es wegen der möglichen Kollisionsgefahr sowieso viel zu gefährlich, dort herumzustehen, so die Motorradexperten.

© dpa-infocom, dpa:210416-99-230187/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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