Motorradsaison: So (un)sicher sind gebrauchte Helme

29.04.2022
Bei Mode oder technischen Geräten legen sich viele gebrauchte Ware zu - aus Sparsamkeit oder Gründen der Nachhaltigkeit. Das wäre doch auch eine Idee für die nicht immer billigen Motorradhelme, oder?
Regelmäßige Wachablösung: Um stets vollen Schutz zu genießen, sollten Biker ihren Helm nach einer bestimmten Zeit gegen ein neues Exemplar austauschen. Foto: Robert Günther/dpa-tmn
Regelmäßige Wachablösung: Um stets vollen Schutz zu genießen, sollten Biker ihren Helm nach einer bestimmten Zeit gegen ein neues Exemplar austauschen. Foto: Robert Günther/dpa-tmn

Essen (dpa/tmn) - Gute und komfortable Helme fürs Motorrad kosten locker dreistellige Beträge. Da mag der ein oder die andere über einen Gebrauchtkauf nachdenken.

Keine gute Idee, sagt das Institut für Zweiradsicherheit (ifz). Zu groß ist demnach die Gefahr, dass selbst ein unfallfreies Exemplar durch falsche Behandlung oder einen Fall etwa vom Sitz beschädigt wurde. Solche Schäden sieht man Helmen nicht immer unbedingt an.

Regelmäßig einen neuen Helm anschaffen

Auch in einwandfreien Zustand sollte ein Helm nicht zu alt werden. Alle fünf bis sieben Jahre sollte ein neuer her. Denn egal, wie gut er gepflegt oder wie wenig er benutzt wird: Es kommt im Verlauf der Zeit zur Ermüdung des Materials, vor allem bei der Innenschale mit Styroporkern. Diese kann über die Jahre aushärten und an stoßdämpfenden Eigenschaften verlieren. Auch kann sich die Passform verändern und ein vormals straffer Sitz nachlassen.

Deshalb: Bitte auch nicht darüber nachdenken, alte Helme noch als Reserve oder für Mitfahrende bereitzuhalten, wenn deren Sicherheit einem am Herzen liegt.

© dpa-infocom, dpa:220429-99-95237/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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