Erst bremsen, dann lenken: Bei Aquaplaning richtig reagieren

25.05.2016
Wenn Starkregen plötzlich die Fahrbahn unter Wasser setzt, können Fahrzeuge leicht ins Schlittern geraten. Wie Autofahrer sich in einer solchen Situation am besten verhalten, erklärt der Tüv Süd.
Wenn die Reifen wegen Nässe keinen Kontakt mehr zur Straße haben, sollten Autofahrer zunächst nicht lenken. Sie warten am besten, bis wieder wieder Grip vorhanden ist. Foto: Andreas Gebert
Wenn die Reifen wegen Nässe keinen Kontakt mehr zur Straße haben, sollten Autofahrer zunächst nicht lenken. Sie warten am besten, bis wieder wieder Grip vorhanden ist. Foto: Andreas Gebert

München (dpa/tmn) - Bei Regen droht Aquaplaning. Dabei schwimmt das Auto auf einem Wasserfilm auf, da die Reifen zeitweise den Kontakt zur Straße verlieren. Mit ABS sollten Autofahrer nicht zu zaghaft bremsen und erst lenken, wenn die Reifen wieder Kontakt haben, rät der Tüv Süd.

Lenkbewegungen lassen sich auf dem Wasserfilm nicht übertragen. Aber bekommen dann die Reifen mit eingeschlagener Lenkung Grip, könnte das Auto abrupt die Richtung ändern.

Erstes Anzeichen für Aquaplaning ist Lärm von Wasser, das in die Radhäuser oder gegen den Unterboden spritzt. Spätestens wenn Zeiger etwa vom Drehzahlmesser zucken oder man ein Rucken in der Lenkung spürt, sind das Warnsignale. Bei Nässe sollte man laut Tüv Süd grundsätzlich ab und zu mal leicht bremsen. Das trockne Beläge und Scheiben, die dann im Ernstfall besser greifen.

Die Profiltiefe des Reifens spielt beim Aquaplaning eine wichtige Rolle. So leite ein neues Profil mit sieben Millimetern und mehr laut Tüv Süd noch bei etwa 80 km/h das Wasser ab. Mit der gesetzlich vorgeschriebenen Mindesttiefe von 1,6 Millimetern könne man bereits bei 50 km/h aufschwimmen. Der Tüv Süd rät zum Reifenwechsel ab zwischen drei und vier Millimetern Profil.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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