Der Toyota Avensis fährt lange Zeit zuverlässig

13.08.2019
Wer sich einen Avensis der letzten Generation zulegen will, braucht sich keine Sorgen zu machen. Denn auch im Alter gibt sich das Mittelklassemodell von Toyota vorbildlich. Einzig Scheinwerfer und Blinkanlage machen ein wenig Probleme.
2015 hatte Toyota den Avensis noch einmal überarbeitet, bevor die Japaner das Mittelklasse-Modell 2018 aus dem Programm strichen. Foto: Toyota
2015 hatte Toyota den Avensis noch einmal überarbeitet, bevor die Japaner das Mittelklasse-Modell 2018 aus dem Programm strichen. Foto: Toyota

Berlin (dpa/tmn) - Der Avensis ist ein Mittelklassemodell von Toyota. Im Jahr 2018 ausgelaufen, ist es nur noch gebraucht zu finden. Da zuzugreifen, bedeutet beim Avensis aber keine Abstriche. Denn auch im Alter gibt sich das Modell vorbildlich - gemessen an seinem Abschneiden bei der Hauptuntersuchung (HU).

Modellhistorie: 1997 kam der erste Avensis auf den Markt; die hier betrachtete dritte und letzte Generation war von 2009 bis 2018 im Angebot. Facelifts gab’s in den Jahren 2011 und 2015, zuletzt kam eine autonome Notbremsfunktion an Bord.

Abmessungen: 4,70 m bis 4,82 m x 1,81 m x 1,48 m (LxBxH),Kofferraumvolumen: Kombi 543 l bis 1690 l; Stufenheck: 509 l.

Karosserievarianten: Der dritte Toyota Avensis wurde als Kombi und Stufenheck-Limousine angeboten, nicht mehr aber als Schrägheck wie der Vorgänger. Noch vor dem Kombi lief 2017 die Limousine aus.

Stärken: Gleiten, verpacken und sicher unterwegs sein: Sein eher weiches Fahrwerk garantiert lässiges Fortkommen. Das Stauvolumen macht Familienausflüge und -urlaube ohne Platzprobleme möglich. Mit Assistenz- und Sicherheitssystemen geizte Toyota nicht.

Front-, Seiten- und Vorhangairbags sowie ein Fahrerknieairbag waren immer serienmäßig. Bei der HU gibt es laut «Auto Bild Tüv Report 2019» kaum Negatives zu vermelden: Das Fahrwerk? Bis auf geringe Mängel bei der Achsenaufhängung bei fünf und sieben Jahre alten Fahrzeugen: top. Kaum Beanstandungen auch bei Bremsbauteilen und -funktion. Nahezu mängelfrei zeigt sich die Auspuffanlage und die Abgasreinigung, kaum Ölverlust.

Schwächen: Während die Benziner größtenteils durchzugsschwach sind, passt das schwammige Fahrwerk nicht zum kräftigen 2,2-Liter-Diesel. Die Rundumsicht ist mäßig, der Wendekreis groß. Bei der HU einziges größeres Problem bereitet die Beleuchtung: Vorn und hinten werden die Scheinwerfer ab der zweiten HU nach fünf Jahren oft beanstandet. Bis zur dritten HU macht die Blinkanlage von sich reden.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt mit Blick auf seine Statistik: «Der Avensis schneidet mittel bis gut ab.» Ausrücken mussten die Clubhelfer recht oft aufgrund von Problemen mit der Abgasrückführung bei Autos von 2009, entladenen Batterien (2009, 2011 und 2012) sowie defekten Generatoren (2009, 2011).

Motoren: Benziner (Vierzylinder mit Frontantrieb): 97 kW/132 PS bis 112 kW/152 PS; Diesel (Vierzylinder mit Frontantrieb): 82 kW/112 PS und 130 kW/177 PS.

Marktpreise (laut «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):
- Avensis 2.2 D-CAT DPF Executive Combi (2012); 130 kW/177 PS (Vierzylinder); 141.000 Kilometer; 9375 Euro.
- Avensis 1.6 VVT-i (2017); 97 kW/132 PS (Vierzylinder); 41.000 Kilometer; 15.550 Euro.
- Avensis 1.8 Life Combi (2013); 108 kW/146 PS (Vierzylinder); 106.000 Kilometer; 10.100 Euro.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Musterschüler: Der gebrauchte Toyota Verso bekommt vom Tüv gute Noten und schneidet auch in der ADAC-Pannenstatistik gut ab. Foto: Toyota Der Toyota Verso im Gebrauchtwagen-Check Toyotas Van Verso kann mit Konkurrenten wie VW Touran oder Opel Zafira gut mithalten. Als Gebrauchtwagen ist er durchaus zuverlässig. Mängel lassen sich lediglich bei den Frontscheinwerfern und Heckleuchten feststellen.
Gebrauchtwagen als Erfolgsmodell: In Deutschland weisen Gebrauchte in allen Klassen nur wenige Mänge auf. Foto: Tobias Hase (Archiv) Deutsche Automarken als Gebrauchte in allen Klassen vorn Gebraucht heißt nicht gleich schlecht - der neue Gebrauchwagenreport hat bei Fahrzeugen aus Deutschland generell nur wenig zu beanstanden. Besonders Porsche sticht mit seinem Klassiker 911 heraus. Doch auch in anderen Klassen sind die Prüfer zufrieden.
Robustes Doppelpack: Porsches Mittelmotor-Modell weist als Boxster (links) und als Cayman im GTÜ-Gebrauchtwagenreport insgesamt die wenigsten Mängel auf. Foto: Porsche AG/dpa-tmn Gebrauchtwagenreport: Deutsche Marken bei jungen Autos vorn Im neuen Gebrauchtwagenreport der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) stehen bei den jungen Gebrauchten deutsche Marken meist ganz vorn. Welche Modelle haben die wenigsten Mängel? Auch ihren Mängelreport 2018 hat die GTÜ vorgestellt.
Der Audi A6 liegt aktuell in der Gesamtwertung beim jährlichen Gebrauchtwagenreport der Prüfstelle Dekra auf dem ersten Platz. Foto: Audi AG/dpa-tmn Gebrauchtwagenreport: Deutsche Modelle bleiben Spitze Nach wie vor gelten Gebrauchtwagen deutscher Hersteller im Vergleich als besonders zuverlässig. Ein Schwede hat nun aber laut Prüforganisation Dekra aufgeholt.