Autofahrer dürfen Tempo von Pedelecs nicht unterschätzen

10.07.2019
Immer defensiv fahren! Pedelecs sehen auf den ersten Blick wie ganz normale Fahrräder aus, können aber viel schneller fahren. Was das für Autofahrer bedeutet.
Auf einem Pedelec flott unterwegs. Foto: Daniel Karmann/dpa/Illustration
Auf einem Pedelec flott unterwegs. Foto: Daniel Karmann/dpa/Illustration

Berlin (dpa/tmn) - Autofahrer müssen damit rechnen, dass Radler mit einem Pedelec (Pedal Electric Cycle) schneller als gewohnt fahren. Denn das sind die elektrischen Fahrräder, die beim Treten bis 25 km/h unterstützen.

Das rät der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR). Generell appelliert der DVR zur Rücksichtnahme und zu defensivem Fahren. Dazu gehören 1,50 Meter Mindestabstand zum Radler beim Überholen, der Schulterblick beim Abbiegen und Aussteigen sowie der aufmerksame Blick in alle Rückspiegel.

Oft ist der Autofahrer Hauptverursacher, wenn es zu einem Crash mit Personenschäden und Beteiligung von Radlern kommt: Bei rund drei Viertel dieser Unfälle (74,3 Prozent) war das 2018 der Fall, so der DVR. Er verweist dabei auf Zahlen des Statistischen Bundesamts.

Den Radlern rät der DVR, sich selbst an die Regeln und ihr Fahrrad verkehrssicher zu halten. Helle Kleidung trägt ebenso zu mehr Sicherheit bei wie ein langsames Vortasten in gefährliche Kreuzungs- und Einmündungsbereiche. Wichtig: Augenkontakt mit anderen Verkehrsteilnehmern herstellen.

Radler leben gefährlich in Deutschland: Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, kamen 2018 im Straßenverkehr 445 Fahrradfahrer ums Leben, 63 mehr als im Vorjahr.

Pressetext des Statistischen Bundesamts

Komplette Auswertung "Verkehrsunfälle 2018" Statistisches Bundesamt


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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