Topfpflanzen: Wie schlimm ist eine Schimmelschicht?

21.09.2021
Alles scheint gut, die Zimmerpflanze gedeiht prächtig. Und doch bildet sich auf der Erde im Topf eine weiße Schicht Schimmel. Was ist passiert?
Schimmelfrei: Wenn der weiße Flaum regelmäßig auftritt, sollte die oberste Erdschicht entfernt oder die Pflanze umgetopft werden. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Schimmelfrei: Wenn der weiße Flaum regelmäßig auftritt, sollte die oberste Erdschicht entfernt oder die Pflanze umgetopft werden. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Die flaumige Schimmelschicht auf der Erde von Zimmerpflanzen muss erst mal kein Problem sein. Die Mitbewohner im Topf können ein Mitbringsel aus dem Sack Blumenerde sein, den man zum Eintopfen genutzt hat.

Das sei erst mal weder schlimm noch weiter verwunderlich, erklärt das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft. Denn als Zersetzer siedeln sich Pilze dort an, wo totes organisches Material vorhanden ist - also auch in der Erde. Der Rat: Man sollte die Schicht grob entfernen und die Oberfläche des Substrates leicht auflockern.

Es kann aber mehr dahinter stecken: Etwa dass der Pflanzenbesitzer dem Grün in diesem Topf zu viel Gießwasser gibt. Kann man das für sich ausschließen, kann der Befall an einer schlechten Durchlüftung des Substrates oder an einer Blumenerde von schlechter Qualität liegen.

Daher empfehlen die Experten des Zentrums, wenn der weiße Flaum regelmäßig erneut auftritt, die oberste Erdschicht zu entfernen oder die Pflanze gar umzutopfen. Gerade für Allergiker kann das sinnvoll sein, sie sollten hier kein Risiko eingehen.

© dpa-infocom, dpa:210921-99-300466/2

Weitere Informationen zur Blumenerde des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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