Tipps zu Thermografieaufnahmen am Haus

02.02.2021
Aufnahmen einer Wärmebildkamera können Schwachstellen am Haus aufzeigen. Allerdings gibt es bei solchen Thermografieaufnahmen einiges zu beachten - insbesondere zur Tageszeit und Temperaturen.
Den energetischen Zustand des Hauses untersuchen: Ein kalter Wintermorgen ist ideal für Aufnahmen mit einer Wärmebildkamera. Foto: Tobias Hase/dpa-tmn
Den energetischen Zustand des Hauses untersuchen: Ein kalter Wintermorgen ist ideal für Aufnahmen mit einer Wärmebildkamera. Foto: Tobias Hase/dpa-tmn

Stuttgart (dpa/tmn) - Thermografieaufnahmen decken undichte Fenster, Türen und Dächer sowie schlecht gedämmte Wände auf. Sie geben Eigentümern Hinweise zum energetischen Zustand ihres Hauses und sind oft ein wichtiger Schritt, bevor diese eine Sanierung planen.

Damit die Bilder der Wärmebildkamera aussagekräftig sind, müssen einige Voraussetzungen gegeben sein. Das Informationsprogramm Zukunft Altbau gibt dazu ein paar Tipps: Wärmer als fünf Grad Celsius im Freien sollte es zum Zeitpunkt der Aufnahmen nicht sein. Am besten entstehen die Aufnahmen an kühlen Wintertagen.

Hauseigentümer sollten 24 Stunden vor dem Termin alle Räume ausreichend heizen. Am besten stellen sie die Nachtsenkung ab und halten die Raumluft konstant auf 20 bis 22 Grad Celsius. Grund: Die Temperaturunterschiede zwischen drinnen und draußen sollten groß genug sein.

Vor dem Termin sollten Hauseigentümer die Räume auch nicht lüften. Denn dadurch strömt Wärme nach außen und kann die Fassade erwärmen - und somit die Aufnahmen verzerren. Auch Sonnenstrahlen können die Fassade erwärmen.

Die besten Wärmebilder entstehen bei Dunkelheit - etwa morgens vor 8 Uhr oder abends zwischen 18 und 22 Uhr. Nach sonnigen Wintertagen sollte abends allerdings keine Thermografie stattfinden. Außerdem sollte es möglichst nicht schneien oder regnen, denn feuchte oder metallische Flächen können von der Kamera fehlinterpretiert werden.

Meist kosten Thermografieaufnahmen für ein herkömmliches Einfamilienhaus zwischen 400 bis 600 Euro. Von Billigangeboten für rund 100 Euro oder eigenen Versuchen raten die Experten ab.

© dpa-infocom, dpa:210202-99-271987/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Den Energielecks auf der Spur: Energieberater Oliver Werner erstellt Thermografie-Aufnahmen von Wohnhäusern. Foto: Tobias Hase Thermografie findet Wärmebrücken im Haus Mit Thermografieaufnahmen werden Wärmebrücken, Schimmelecken oder verdeckte Baumängel in den eigenen vier Wänden sichtbar. Doch bei der Anbieterauswahl ist Sorgfalt angesagt. Sonst zahlt man nur und es schimmelt schlimmstenfalls trotzdem weiter.
Bei der Thermographie macht eine Spezialkamera die Wärmeabstrahlung von Oberflächen sichtbar. Warme und heiße Zonen eines Hauses werden in Gelb- und Rottönen wiedergegeben, kühle Stellen sind blau bis schwarz. Foto: Tobias Hase/dpa-tmn Thermographie an kalten Wintertagen sinnvoll Energielecks kann man erahnen, sie sind aber oft schwer auszumachen. Eine Methode ist die Thermographie, bei der mit einer Spezialkamera Fotos vom Haus gemacht werden. Umsetzen lässt sich das fast nur bei kalter Witterung - und mindestens 15 Grad Unterschied zu drinnen.
Wärmebilder einer Immobilie können Lücken bei der Dämmung aufzeigen, aber nur wenn sie richtig angefertigt wurden. Foto: Tobias Hase Mit Wärmebildern Lücken in der Dämmung erkennen Ist das Haus ausreichend gedämmt? Das können Immobilienbesitzer mit einer Wärmebildkamera herausfinden. Damit die Aufnahmen aussagekräftig sind, sollte sie zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden. Und auch das Deuten der Bilder braucht etwas Vorwissen.
Wo anfangen bei einer energetischen Sanierung? Bietet es sich etwa an, zuerst die Kellerdecke zu dämmen? Foto: Klaus-Dietmar Gabbert Die energetische Sanierung umsetzen Wo anfangen? Und wo lässt sich noch eine Weile warten, bis wieder Geld angespart wurde? Vielen Hausbesitzern droht die energetische Sanierung - die Heizung ist alt, die Fenster undicht, die Fassadendämmung reicht nicht aus. In welcher Reihenfolge wird all das am besten umgesetzt?