«test»: Waschpulver schlägt Flüssigwaschmittel

20.10.2021
Was viele schon wissen, bestätigt sich bei Stiftung Warentest erneut: Waschpulver wäscht einfach besser als Flüssigwaschmittel oder neuartige Kombiwaschmittel. Discounterpulver schneiden am besten ab.
Wenn's nicht nur sauber, sondern richtig sauber sein soll, ist Waschpulver der Flüssigkonkurrenz überlegen, urteilt Stiftung Warentest. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Wenn's nicht nur sauber, sondern richtig sauber sein soll, ist Waschpulver der Flüssigkonkurrenz überlegen, urteilt Stiftung Warentest. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Für wirklich saubere Wäsche braucht es keine bunten Flüssigkeiten oder schicke Gelkissen, Caps und Co. Das normale Waschpulver tut es auch - und schneidet bei Stiftung Warentest sogar am besten ab. 22 Vollwaschmittel, darunter 13 Pulver, 5 Flüssige und 4 Kombiprodukte standen auf dem Prüfstand («test» 11/2021).

Das Ergebnis: Die Pulver siegen bei Waschleistung und Preis. Schon ab 13 Cent pro Waschgang gibt es saubere Wäsche. Die Flüssigen und die Kombinationswaschmittel kamen höchstens auf die Note «befriedigend».

Aber warum schwächeln Flüssigwaschmittel und Gel-Kissen, Discs und Co.? Grund ist vor allem die maue Waschleistung, sagt Stiftung Warentest. Während die Pulver Schmutz gut aus der Wäsche lösen und Grauschleier verhindern, scheiterten die Konkurrenten hier im Dauertest. Auch gegen härtere Herausforderungen wie eingetrockneten Ketchup oder Konfitüre wuschen die Pulver - Bleichmittel sei Dank - mehr Dreck aus den Fasern.

Ein Nachteil, der auch Vorteil sein kann

In Flüssigwaschmitteln lassen sich Bleichmittel laut Stiftung Warentest nicht chemisch stabil einbinden. Daher müssen hier allein die Tenside und Waschenzyme ran - ein klarer Nachteil im Vergleich zu den Pulvern, gerade bei niedrigen Temperaturen.

Was ein Nachteil bei der Waschwirkung sein kann, ist an anderer Stelle aber ein Vorteil. Stiftung Warentest kritisiert unter anderem, dass viele der guten Pulver nicht auf den ersten Blick als Vollwaschmittel zu erkennen sind. Denn mit ihren Bleichmitteln und optischen Aufhellern sind sie für Buntwäsche nicht so gut geeignet. Hier können Farben nach einigen Wäschen verblassen. Mit den Flüssigprodukten droht diese Gefahr nicht.

Dosierungshilfen könnten besser sein

In Sachen Dosierung sieht Stiftung Warentest noch Verbesserungsbedarf. Positiv: Die gut getesteten Pulver waschen in der vorgeschlagenen Menge normal verschmutzte Wäsche zuverlässig sauber. Negativ: Die Dosierungsanleitungen sind häufig schlecht zu lesen. Dabei ist exakte Dosierung wichtig. Zum einen, weil Waschmittel auch das Wasser enthärten und so einem Verkalken der Maschine vorbeugen. Zum anderen vermeidet man so Waschmittelverschwendung.

Ein Tipp: Hier helfen die häufig kostenlos bestellbaren Messbecher der Hersteller weiter. Um Plastikmüll zu vermeiden, liegen sie nicht mehr in der Verpackung.

Die Flüssigwaschmittel haben es hier einfacher. Ihre Deckel halten oft als Messbecher her. Kritik gibt es für Caps, Pods und Discs. Sie lassen sich schlecht dosieren. Für die Tester neben der schlechten Waschleistung ein weiterer Grund, auf sie zu verzichten.

Testsieger mit der Note 1,8 («gut») wurde das Aldi-Waschpulver Tandil Ultra Plus (knapp 3,85 Euro pro 2,025 Kilogramm) vor Denkmit Vollwaschmittel Pulver (dm, cicar 2,55 Euro für 1,350 Kilogramm)und Shetlan Vollwaschmittel Supercompakt (Penny, 3,85 für 2,025 Kilogramm).

© dpa-infocom, dpa:211019-99-649533/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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