Steigung rollstuhlgerecht planen

04.12.2019
Breite Flure, Wendemöglichkeiten sowie eine Rampe vor dem Haus erleichtern den Alltag, falls ein Bewohner auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Was Sie beim Bau einer Rampe zu beachten sollten.
Hindernis vor der Haustür: Eine Rampe kann das Leben von Rollstuhlfahrern und ihren Angehörigen erleichtern. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn
Hindernis vor der Haustür: Eine Rampe kann das Leben von Rollstuhlfahrern und ihren Angehörigen erleichtern. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Manche Ereignisse sind nicht vorhersehbar: Sitzt ein Bewohner plötzlich im Rollstuhl, kann eine Rampe vor dem Haus seinen Alltag wesentlich erleichtern.

Planen Bauherren den Bau einer solchen Rampe, müssen sie die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern einbeziehen. Die Rampe sollte eine Steigung von maximal sechs Prozent haben, rät der Verband Privater Bauherren (VPB).

In der Praxis würde dies bedeuten: Um 36 Zentimeter Höhe zu überwinden, müsste die Rampe sechs Meter lang sein. Die wenigsten haben so viel Platz. Damit der Rollstuhlfahrer aus eigener Kraft ins Haus kommt, könne man aber auch Podeste als Zwischenebenen einbauen.

Auch die Breite der Rampe sollte großzügig bemessen sein. Damit auch Bewohner mit Rollator oder mit Kinderwagen Hindernisse überwinden und leichter ins Haus gelangen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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