Photovoltaikanlage muss nicht direkt nach Süden zeigen

14.05.2019
Bei der Planung einer Solaranlage für das Hausdach sind die Standortbedingungen enorm wichtig. Schließlich ist die effektive Nutzung der Anlage davon abhängig. Kompromisse bei der Himmelsausrichtung sind aber durchaus möglich.
Optimalerweise sind Solarstromanlagen auf Dächern mit Südausrichtung und einem Neigungswinkel von 30 Grad installiert. Abweichungen bei der Himmelsrichtung und beim Neigungswinkel sind aber möglich. Foto: Nestor Bachmann
Optimalerweise sind Solarstromanlagen auf Dächern mit Südausrichtung und einem Neigungswinkel von 30 Grad installiert. Abweichungen bei der Himmelsrichtung und beim Neigungswinkel sind aber möglich. Foto: Nestor Bachmann

Erfurt (dpa/tmn) - Eine Solarstromanlage mit Ausrichtung direkt nach Süden erzielen den höchsten Ertrag. Abweichungen bei der Himmelsrichtung wirken sich zum Teil aber nur geringfügig aus.

So müssen Hausbesitzer, deren Dächer nach Südost oder Südwest zeigen, nur mit einem um fünf bis zehn Prozent geringeren Ertrag rechnen. Darauf weist die Verbraucherzentrale Thüringen hin.

Selbst nach Osten oder Westen zeigende Dächer seien nutzbar - insbesondere dann, wenn kein Schatten darauf fällt und ihre Neigung eher flach als steil ist.

Optimalerweise hat das Dach für die Installation einer Photovoltaikanlage eine Neigung von 30 Grad - dann trifft die Sonne es am besten. Aber auch hier gilt: Auch wer kein solches Dach hat, kann eine Solarstromanlage installieren.

Neigungen von weniger als 25 oder mehr als 60 Grad können den Ertrag dann um bis zu zehn Prozent verringern, erklären die Verbraucherschützer. Flacher als 10 bis 15 Grad sollten Module aber nicht geneigt sein. Denn dann kann der Regen keinen Schmutz mehr abwaschen, was auf Dauer den Ertrag senken kann.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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