Natürlich dekorieren mit ungefärbten Eiern

09.04.2020
Eine Osterdekoration mit ungefärbten Eiern ist alles andere als langweilig - sondern einfach stilvoll. Ein paar Ideen für das Fest.
Schwarz-weiß oder schwarz-braun gesprenkelt: Hersteller ASA Selection inszeniert Wachteleier als Deko auf dem Ostertisch. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Schwarz-weiß oder schwarz-braun gesprenkelt: Hersteller ASA Selection inszeniert Wachteleier als Deko auf dem Ostertisch. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Rosa Osterhasen, blaue und grüne Eier und dazwischen vielleicht noch ein paar gelbe Hühnerfiguren mit menschlichen Zügen: Osterdekoration kann kitschig sein. Nicht jeder mag das - dabei gibt es dezentere und vor allem von der Natur inspirierte Dekorationsideen. Wie wäre es denn zu diesem Fest mit ungefärbten Eiern?

Eigentlich ist so ein normales Hühnerei ja eine schrecklich langweilige Dekoration. Aber: Die Naturfarben Weiß und Beige sind derzeit für Bekleidung und für Einrichtung groß in Mode. Denn Umweltschutz und Nachhaltigkeit treffen den Zeitgeist und zeigen sich unter anderem im Alltag durch die Verwendung von natürlichen Farben.

Zumal die nicht eingefärbten und nicht bemalten Eier in Verbindung mit den ebenfalls angesagten natürlichen Materialien für Teller und etwa Eierbecher - Stein, Holz und Metall - auf zurückhaltende Weise schlichtweg stilvoll wirken. Außerdem kommt es darauf an, was man aus dem Ei so macht.

Auf der Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt, wo im Februar unter anderem die angesagten Wohndekorationen für 2020 gezeigt wurden, haben viele Hersteller ihre Tisch- und Wohnbeispiele auch mit solchen natürlichen österlichen Ideen inszeniert. Sie kann man sich abschauen:

Das Ei als Gewürzspender oder Vase

Teilweise geöffnete und ganz geleerte Hühnereier bieten sich als Gewürzspender für den Festtagstisch an. Drapiert werden die Schalen etwa auf einer Strohunterlage. Oder man nutzt die leeren Gefäße als Vasen, in denen niedrige Schnittblumen arrangiert werden, oder als Pflanztöpfe, in die etwa kleine Gänseblümchen gesetzt werden. Was auch geht: Man legt die ausgeblasenen Hühnereier mit in das Wasser einer großen Blumenvase, was zu einem extra Hingucker wird.

Wem das zu langweilig ist, kann natürlich gefärbte Eier nehmen, zum Beispiel die der Wachteln. Die Schalen sind meist schwarz-weiß oder schwarz-braun gesprenkelt - ein Tarneffekt, damit sie im Nest Eierjägern nicht auffallen.

Gemusterte Wachteleier auf dem Moosbett

Die gefüllt nur rund zehn bis zwölf Gramm schweren Eier sind deutlich kleiner als Hühnereier, was eine Tischdekoration damit filigraner wirken lässt.Auf der Ambiente im Februar sah mandie Wachteleier etwa auf einem Bett aus saftig-grünem Moos in einer kleinen Schale drapiert oder zwischen langen Moosstücken auf der Tischplatte liegend.

Wachteleier bieten sich auch als Extra in Blumengestecken und bepflanzten Gefäßen an. Zum Beispiel lassen sich mehrere ausgeblasene Wachteleier auf einen runden Draht zum Halbkranz aufziehen und um eine blühende Hyazinthe legen. Dazu noch ein paar Zweige und ein Bett aus Moos geben.

Bepflanzte Glasgefäße sind ein weiterer Trend

Der Trend zu weniger Kitsch und Plastik-Dekorationen ist nun auch bei den Pflanzen angekommen. Vielfach sah man auf der Messe bepflanzte durchsichtige Glasgefäße oder Vasen, in denen etwa Zwiebelblumen wie Tulpen und Hyazinthen so drapiert waren, dass man entweder ihren Wurzelballen in der Erde noch ausmachen konnte oder diese von einer Lage Moos umgeben waren. Beliebte Extras im Gefäß sind Zweige, aber auch Vogelfedern, die locker hineingesteckt werden.

Auch für die Schnittblumen gilt mehr Natürlichkeit: Zum Beispiel dürfen Tulpen vor dem Fest schon ein paar Tage in der Vase stehen, so dass ihre Stiele noch ein paar Zentimeter an Länge gewinnen und sich gen Boden biegen. Das wirkt locker und herrlich ungewollt.

Auch auf den Tellern und den noch freien Tischflächen dazwischen dürfen vermehrt Elemente der Natur Platz finden. Wie wäre es mit einem kleinen künstlichen Vogelnest als kleines Gastgeschenk auf jedem Gedeck, in dem ein paar Süßigkeiten liegen?


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Eine einfache, aber wirkungsvolle Idee für die Teller der Gäste zum Osterfrühstück: Heitmann Deco zieht ein Band mit einer Schleife um gefärbte Eier. Foto: Heitmann Deco/dpa-tmn Mit Liebe zum Detail: Ideen für die Oster-Dekoration Ostern - für viele Menschen ist das ein Anlass, das Haus zu dekorieren. Im Trend sind natürliche Wohnaccessoires. Beim Arrangieren geht es vor allem um die Details.
Furoshiki-Tradition aus Japan: Tücher sind eine schöne und dazu umweltfreundliche Verpackungsmöglichkeit für Geschenke. Foto: Andrea Warnecke Wie verpacke ich Geschenke schöner? Liebevoll gestaltete, überraschende Weihnachtsgeschenke sind etwas Schönes. Vor allem sollen sie aber für einen besonderen Überraschungseffekt sorgen.
Inneneinrichtung wie in den 60ern. Das Unternehmen Kare zum Beispiel kreiert Wohnwelten im Stil des Jahrzehnts. Foto: Kare Kristall und Sideboards: Die 60er Jahre erleben ein Comeback Fällt den Designern und Herstellern denn nichts Neues mehr ein? Jahr für Jahr nehmen sich die Kreativen der Wohnbranche ein anderes Jahrzehnt vor und entleihen das Design für ihre neuen Möbel und Dekorationen. Jetzt sind die frühen 60er dran. Doch warum?
Wer es ganz richtig machen möchte, setzt auf dauerhafte Weihnachtsbaum-Alternativen aus natürlichen Materialien - wie dieser Baum aus Holzscheiten von der DIY Academy. Foto: DIY Academy/Bosch/dpa Wie passt der Weihnachtsbaum zum Klimawandel? Weihnachten ohne Weihnachtsbaum? Das klingt für viele abwegig. Aber kann man in Zeiten des Klimawandels noch bedenkenlos einen Baum aufstellen? Experten geben Antworten.