Lebensretter im Notfall: Piept Ihr Rauchmelder noch?

13.05.2022
Rauchmelder können Leben retten. Natürlich nur, wenn sie funktionieren. Wann haben Sie das letzte Mal das kleine Gerät an der Zimmerdecken auf die Probe gestellt?
Immer da, doch oft übersehen: Der Rauchmelder an der Decke. Der Helfer in der Not kann aber nur Leben retten, wenn er regelmäßig gewartet wird. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Immer da, doch oft übersehen: Der Rauchmelder an der Decke. Der Helfer in der Not kann aber nur Leben retten, wenn er regelmäßig gewartet wird. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Bei einem Brand kann es um Sekunden gehen, die über Tod oder Leben entscheiden. Rauchmelder in Schlaf-, Kinderzimmern und Fluren sind deshalb inzwischen gesetzlich vorgeschrieben. Sie nehmen sehr viel früher als wir schon Rauchpartikel in der Zimmerluft wahr.

Wichtig: Diese sensiblen Geräte müssen regelmäßig auf ihre Funktion überprüft werden. Um daran zu erinnern, gibt es den Rauchmeldertag - in diesem Jahr ist es Freitag, 13. Mai.

Grundsätzlich rät das Forum Brandrauchprävention einmal im Jahr, plus/minus drei Monate, die Prüftaste am Rauchmelder zu drücken. Ertönt der Signalton nicht, sollte zunächst die Batterie ausgetauscht werden.

Funktioniert der Rauchmelder dann immer noch nicht, ist ein Austausch des Geräts fällig. Übrigens: Die Experten raten, alle Rauchmelder nach zehn Jahren durch neue zu ersetzen, in Raucherhaushalten gegebenenfalls früher.

Der richtige Ton: Batteriewechsel oder Alarm

Viele Rauchmelder melden sich von selbst, wenn ihre Energie zur Neige geht. Das kann ein Leuchtsignal sein oder ein Hinweiston. Dieser ist klar von einem Alarmton zu unterscheiden, der in der Regel gemäßigter ist als der tatsächliche Feueralarm. Aber je nach Hersteller können die Töne anders klingen. Das Forum hat ein paar Beispiele zum Nachhören und Vergleichen online zusammengestellt.

Außerdem sollten bei der Gelegenheit alle Öffnungen des Gerätes geprüft und gereinigt werden. Denn liegt Staub auf der optischen Sensorik des Melders, kann diese keinen Rauch mehr wahrnehmen.

Weder absaugen noch durchpusten

Das Forum Brandrauchprävention empfiehlt allerdings, den Staub nicht abzusaugen. Denn der Staubsauger durchpustet den Rauchmelder mit einem so starken Luftstrom, dass sich kleine Teile der Elektrik im Inneren lösen können.

Zwar ist der Luftsog geringer, wenn ein Mensch ins Gerät hinein pustet, aber auch dies könnte die Situation verschlimmern: Schmutz, der sich im Gerät befindet, könnte dann ins Innere getrieben werden und die Sensorik belegen. Besser ist es daher, die Verschmutzungen mit einem leicht feuchten Tuch oder mit einem Staubwedel zu entfernen.

© dpa-infocom, dpa:220511-99-241780/2

Hörbeispiele Warn- und Alarmtöne von Rauchmeldern

Tipps zur Wartung

Broschüre "Rauchmelder in Haus & Wohnung"


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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